Karim Adeyemi wird Borussia Dortmund in Kürze in Richtung Barcelona verlassen. Mit Bonuszahlungen könnte der BVB mehr als 30 Millionen Euro einnehmen. Wechselt ein Barca-Talent im Gegenzug nach Dortmund?
Das kam rund um die mediale Berichterstattung in den letzten Tagen mehrfach zur Sprache. Gleich drei Talente der Katalanen, namentlich Hector Fort, Marc Casado und Roony Bardghji, stehen demnach auf der Liste des BVB.
Hierbei geht es nicht um eine „Verrechnung“ mit Adeyemi, sondern um eigenständige Deals. Beide sprechen und verhandeln ohnehin miteinander, Dortmund ist eine gute Adresse für Talente. Warum also nicht?
Doch die Frage, die sich stellt: Welcher dieser Spieler wäre überhaupt eine sinnvolle Verstärkung für die Dortmunder? Wir machen den Check.
Hector Fort (19, Rechtsverteidiger)
Der junge Rechtsverteidiger des FC Barcelona bringt einiges mit, aber ist insgesamt, wie man so schön sagt, auch noch ein wenig „roh“. Das heißt, dass er in einigen Bereichen seines Spiels noch Luft nach oben hat.
Zuletzt war Fort an den FC Elche verliehen, absolvierte sort einige Spiele, aber überzeugt auch nicht komplett. Er ist technisch gut ausgebildet, muss aber noch lernen, das auch gewinnbringend auf den Platz zu bekommen.
Er wäre sicher keine absolute Soforthilfe, sondern eher ein Backup, der beim BVB heranreifen und lernen könnte. Wenn Dortmund einen Ersatz für den abwanderungswilligen Yan Couto sucht, sollte man sich anderweitig umschauen.

Roony Bardghji (20, Rechtsaußen)
Einen Spieler für den offensiven Flügel zu verpflichten könnte aufgrund der Tatsache, dass Adeyemi wechselt, durchaus sinnvoll sein. Der springende Punkt ist aber: Dortmund braucht eigentlich eine Soforthilfe.
Und ob der 20-Jährige genau das ist, das ist zumindest anzuzweifeln. In Kopenhagen und auch in Barcelona deutete er immer wieder an, was er kann, aber letztlich sprang der Funke nie komplett über.
Wahrscheinlicher ist, dass sich Bardghji eine Ebene unter dem BVB umschauen wird. Das wäre für ihn sicher die bessere Option. Wer weiß, vielleicht wird er dadurch für die Dortmunder auf Dauer auch so richtig interessant.
Marc Casado (22, defensives Mittelfeld)
Der Mittelfeldspieler ist sicher der interessanteste der genannten Spieler. Casado ist zwar beim FC Barcelona noch nicht der Durchbruch gelungen, aber er bringt vieles mit. Sein Stellungsspiel ist stark, er kann im Spielaufbau Aufgaben übernehmen und seine Teamkollegen dirigieren.
Er wird in Spanien durchaus auch als eine Art Busquets light angesehen, was zumindest ganz grundsätzlich von der Verteilung des Skillsets einigermaßen passt. Casado wäre ein Spieler, der das Zeug dazu hat, in der Bundesliga per sofort zu funktionieren.
Und er würde auch ein Element einbringen, das dem BVB weitgehend fehlt, nämlich die Ordnung aus der tiefen sechs heraus.
