Götze enthüllt: Warum er die BVB-Rückkehr mittlerweile bereut

Manuel Behlert

Mario Götze rechnet mit einer alten Entscheidung ab. Der frühere BVB-Star bereut seine Rückkehr nach Dortmund im Jahr 2016 inzwischen komplett – und schwärmt zugleich in höchsten Tönen von Jürgen Klopp.

Lange hatte Götze seinen Wechsel zwar als Fehlentscheidung eingeordnet, jedoch stets betont, er bereue ihn nicht. Diese Haltung hat sich mittlerweile aber geändert. In einem Interview mit The Athletic stellt der Mittelfeldspieler nun klar: Er bereue den Schritt zum BVB „zu 100 Prozent“.

Der Auslöser liegt im Sommer 2016. Als sich Götzes Zeit beim FC Bayern dem Ende zuneigte, hatte er die Wahl zwischen mehreren attraktiven Adressen: seinem Ex-Klub BVB, zwei spanischen Vereinen, Juventus Turin – und vor allem dem FC Liverpool, wo Klopp bereits an der Seitenlinie arbeitete.

Götze besuchte den Trainer sogar vor Ort, entschied sich am Ende aber gegen die Reds und für die Rückkehr an die Strobelallee.

Götze: „Ich habe damals nicht verstanden..“

Warum ihn die Rückkehr letztlich enttäuschte, erklärt Götze mit seinen eigenen Ansprüchen. „Die Idee, zu Klopp zu gehen, gefiel mir sehr gut, aber der Verein befand sich in einer nicht so guten Situation“, blickt er zurück.

Mario Götze
Foto: Getty Images

„Sie spielten in der Europa League, und ich kam vom FC Bayern, wo ich Weltmeister geworden war, jedes Mal in der Champions League gespielt hatte und immer bis ins Halbfinale gekommen war – das war meine Erwartung. Ich habe damals nicht verstanden, dass manche Dinge Zeit brauchen“, so Götze weiter.

Genau das sei seine Lektion gewesen. Während Liverpool unter Klopp von Jahr zu Jahr stärker wurde und 2020 nach 30 Jahren wieder die Meisterschaft holte, konnte Götze die eigenen Erwartungen beim BVB nicht erfüllen.

Noch im selben Jahr zog er weiter zur PSV Eindhoven, seit vier Jahren steht er bei Eintracht Frankfurt unter Vertrag.

Warum Götze bis heute von Klopp schwärmt

Trotz der nie zustande gekommenen Zusammenarbeit spricht Götze weiter voller Respekt über den Trainer, dem er 2014 mit seinem Wechsel zum FC Bayern wehtat und der bald das Amt des Bundestrainers übernehmen soll. „Was er versteht – und was die meisten Trainer vielleicht nicht verstehen -, ist, wie man mit Menschen umgeht“, sagt Götze.

Und: „Mit Spielern umgehen, Erwartungen steuern, Menschen zu einem Ganzen zusammenführen: Das hat er perfekt verstanden. Er kann sehr deutlich sein in dem, was er will und fordert. Deshalb war er so erfolgreich.“

 

Diesen Artikel teilen