Weder mittendrin noch nicht einmal dabei war Guinea bei der Austragung des Afrika-Cups 2025. Das westafrikanische Land scheiterte bereits in der Qualifikation. Für 2027 planen Serhou Guirassy & Co. ihr Comeback.
Ein Titel blieb Guinea bei diesem Turnier bislang verwehrt. Das beste Resultat der Verbandshistorie datiert aus dem Jahr 1976, als das Team den zweiten Platz belegte. In der damaligen Vierer-Finalrunde sammelte lediglich Turniersieger Marokko mehr Punkte.
Fünfmal immerhin gelang den Syli National der Einzug in das Viertelfinale – zuletzt 2024. Bei dem bislang letzten Afrika-Cup über den Jahreswechsel 2025/26 befand sich Guinea nur in der Rolle eines Zuschauers. In der Qualifikation belegte man hinter der DR Kongo und Tansania lediglich Rang drei und schied frühzeitig aus.
Am vergangenen Samstag (26. September) begann für Guinea die Vorausscheidung für das Turnier, das im Sommer 2027 in Kenia, Tansania und Uganda über die Bühne gehen soll. Der Start misslang der Elf von Chef-Trainer Paulo Duarte (57) jedoch. In Südafrika zog Guinea im ersten Vorrundenspiel mit 1:2 den Kürzeren. Guirassy stand 90 Minuten auf dem Platz, vermochte die Niederlage aber nicht zu verhindern.
Entscheidendes Duell gegen Südafrika
In der zweiten Partie gegen Kenia am Donnerstag (1. Oktober) stand Guinea damit fast schon unter Zugzwang. Guirassy führte die Mannschaft als Kapitän aufs Feld – und avancierte zum Matchwinner. Bei ihrer lang ersehnten Rückkehr ins Stade du 28 Septembre zu Conakry nach über vier Jahren Stadionumbau durfte sich die guineische Nationalmannschaft nach der Auftaktniederlage keine Fehler mehr erlauben.
Dass am Ende ein 1:0 für Guinea auf der Anzeigetafel stand, lag nicht zuletzt an dem 30 Jahre alten BVB-Profi. In der 32. Minute gelang Guirassy der Treffer des Tages, als er die guineischen Fans mit einem präzisen Rechtsschuss erlöste. Sein zwölftes Tor im 30. Länderspiel.

Dank dieses ersten Sieges klettert Guinea vorläufig auf den zweiten Platz in Gruppe D, direkt hinter Südafrika, und wahrt damit die Chance auf die Qualifikation. Kenia hingegen fällt mit einem Punkt auf den dritten Platz vor Eritrea zurück.
Da Co-Gastgeber Kenia gesetzt ist, qualifiziert sich aus dieser Gruppe nur noch ein weiteres Land für den Afrika-Cup. Im November trifft Guinea in der dritten und vierten Runde der Vorausscheidung zweimal auf Eritrea – zwei Pflichtsiege für Guirassys Team. In der fünften Runde empfangen die Syli National Südafrika zum wohl alles entscheidenden Match.
