In den letzten Jahren gab es beim BVB einige Spieler, die immer wieder gezeigt haben, was sie können, aber denen die Konstanz auf dem höchsten Level fehlte. Und das aus ganz verschiedenen Gründen. Einer dieser Spieler ist Carney Chukwuemeka.
Dieser spielt seit Februar 2025 für den BVB. Erst kam er als Leihgabe vom FC Chelsea, dann wurde er fest verpflichtet. Rund 20 Millionen Euro gab der BVB für den Spieler aus, der im Mittelfeld mehrere Rollen ausüben kann.
Das Problem: Er spielte bisher wie schon erwähnt nicht konstant gut. Seine Ansätze sind definitiv vorhanden, er schafft es immer wieder, mit seiner Dynamik Akzente zu setzen, aber Blessuren oder auch mal Spiele, in denen fast gar nichts läuft, nehmen ihm den Rhythmus.
Ideal ist das nicht. das heißt, dass Chukwuemeka liefern muss, um seinen Platz nicht zu verlieren. Gerade jetzt, wo in Dortmund in der Vorbereitung unter Niko Kovac die Zügel angezogen werden.
Chukwuemeka unter besonderer Beobachtung
Interessant: Chukwuemeka ist nach seiner WM-Teilnahme schon wieder im Training und will direkt von Beginn an Vollgas geben. Nun, mit Österreich schied er auch schon im Sechzehntelfinale aus, genau wie seine DFB-Kollegen beim BVB rund um Felix Nmecha, mit dem er sogar um einen Platz im Mittelfeld konkurriert.

Ohnehin ist selbst ohne einen Neuzugang im Mittelfeldzentrum vieles beim BVB offen. Klar, Nmecha ist wohl der Spieler, der die besten Karten hat, dauerhaft die Option Nummer eins zu sein. Doch daneben streiten sich Jobe Bellingham, Chukwuemeka und Marcel Sabitzer um die Plätze. Wenn nicht noch etwas passiert, dann könnte es noch einmal interessanter werden.
Deswegen gilt: Vom ersten Tag an müssen die Spieler, die im Zentrum spielen wollen, so richtig Gas geben. Sie stehen unter Beobachtung und je intensiver der Konkurrenzkampf ist und je besser alle performen, desto größer ist die Chance, dass sie alle in Dortmund bleiben und kein neuer Spieler kommt.
Das Qualitätsspektrum spricht für ihn
Schaut man sich die Fähigkeiten an, die die Spieler beim BVB so mitbringen, dann ist Chukwuemeka ein ganz besonderer Spieler. Denn er ist mit seiner Dynamik auf der Achter-Position in einem 4-3-3 ebenso gut einsetzbar wie vor der Dreierkette als der dynamischere Part und auch bei einem 3-4-2-1-System als einer der hängend agierenden Spieler. Er ist im Zentrum jemand, der körperliche Akzente setzen kann und auch keinen Zweikampf scheut.
Die nun spannend werdende Vorbereitungsphase wird für ihn ganz besonders wichtig sein. Denn es sind besondere Voraussetzungen: Er steigt nicht mit einem Rückstand ein. Er ist von Anfang an mit dabei, letzten Sommer zog sich seine Festverpflichtung bis zum 26. August hin. Und er ist auch noch fit! Diese beiden Komponenten zusammen trafen auf ihn quasi noch gar nicht zu.
Deswegen kann jetzt auch die Erwartungshaltung bei den Fans steigen. Das wird sie ganz sicher bei Niko Kovac und dem Trainerteam. Und wenn Chukwuemeka, der mit seinen 22 Jahren noch immer ein junger Profi ist, jetzt auch zündet, dann kann der BVB richtig Freude an ihm haben.
