„Ehrlicherweise muss man auch sagen“: Stimmen zur BVB-Niederlage in Osaka

Gregor Kobel, Waldemar Anton, Ramy Bensebaini oder auch Marcel Sabitzer und Maximilian Beier: Sie alle standen im Test gegen Cerezo Osaka nicht auf dem Platz. BVB-Coach Niko Kovac (54) musste im ersten Spiel der Japan-Tour auf seine WM-Fahrer verzichten.

Stattdessen trat Borussia Dortmund bei der 0:1-Pleite im Yanmar Stadium Nagai von Osaka mit zahlreichen Akteuren aus U23 und U19 an. „Die Jungs werden in der Form auch nicht allzu oft zusammenspielen“, sagt Kovac daher auch in einem Vereinsinterview. Der erfahrene Fußballlehrer nimmt es mit großer Gelassenheit: „Das ist einfach so in einer Vorbereitung, wenn ein großes Turnier war.“ Den Ehrgeiz verloren hat er aber nicht. „Dennoch möchte man nie Spiele verlieren, egal in welcher Form“, kommentiert er den misslungenen Auftakt.

Seiner jungen Mannschaft, in der Torhüter Alexander Meyer (35) und Torjäger Serhou Guirassy (30) die mit Abstand ältesten Dortmunder auf dem Platz waren, möchte Kovac „ein Kompliment aussprechen“. Denn seine junge Elf habe körperlich „dagegengehalten“, auch wenn sich spielerisch „noch einiges verbessern“ ließe.

„Da fehlen einfach die Automatismen“

Lars Ricken (50) pflichtet seinem Chef-Coach bei. „Ehrlicherweise muss man auch sagen, dass wir heute eine Mannschaft aus U19, U23 und nur wenigen Profis gesehen haben. Da fehlen einfach die Automatismen“, erklärt der Sport-Geschäftsführer die Niederlage auf japanischem Boden. „Im nächsten Spiel werden die Nationalspieler wieder mitspielen“, blickt er auf die Partie gegen den FC Tokyo am Samstag (1. August, 12 Uhr) voraus.

Alexander Meyer
Foto: IMAGO

Einer, der bei schwül-heißen Bedingungen auf dem Rasen stand, war der Mann zwischen den Pfosten. Meyer gibt zu, dass Wetter und Gegner den Borussen „einiges abverlangt“ habe. Der Routinier resümiert: „In der zweiten Halbzeit kamen wir besser ins Spiel, hatten dann auch gute Chancen. Ich glaube, am Ende wäre auch ein Unentschieden verdient gewesen, aber das Ding sollte nicht rein.“ Die größten Chancen ließen Guirassy kurz vor der Pause (40. Minute) und Fábio Silva (24) in der Schlussphase (84.) liegen.

Diesen Artikel teilen