Seit 2012 warten die Fans von Borussia Dortmund. Vergeblich, wie man weiß. Seit Jürgen Klopp (59) den BVB zur Meisterschaft führte, hoffen die Anhänger auf eine Wiederholung dieses Erfolges. Doch in der Regel lässt der FC Bayern München die Träume vom Titel platzen.
In der vergangenen Saison lagen satte 16 Zähler zwischen Meister und Vize-Meister. Die Borussia kam nicht einmal annähernd in die Nähe der Münchener. Auch in dieser Spielzeit besteht wenig Hoffnung auf Änderung – meint zumindest Hans-Joachim Watzke (67).
„Man muss ehrlich sein“, sagt der BVB-Präsident laut BILD in einem großen Interview mit RTL/Sky und erinnert an 2025/26. „Wir haben im vergangenen Jahr eine gute Bundesligasaison gespielt und 73 Punkte geholt“, weist Watzke auf die durchaus überzeugende Ausbeute der Schwarz-Gelben hin. „Früher wäre man damit Meister geworden.“ Doch jetzt ist der FC Bayern enteilt. „Heute geht das nicht mehr, weil der FC Bayern alles dominiert.“
Ändern könne man bei Borussia Dortmund an dieser Situation „nur bedingt“, etwas, ist der gebürtige Sauerländer überzeugt. Der Grund: Der Erste und der Zweite Deutschlands hätten sich „ökonomisch so weit auseinanderentwickelt“. Watzke spricht Klartext: „Von daher müssen wir uns nichts vormachen: Bayern München ist der haushohe Favorit.“
Lob für den FC Bayern
Die geographische Lage im „Speckgürtel Deutschlands“ (Watzke) sei ein enormer Vorteil, schätzt der BVB-Boss. Im Bundesland Bayern fließe „alles“ in die Landeshauptstadt, ist der 67-Jährige überzeugt. Nichtsdestotrotz weiß er die Arbeit an der Säbener Straße zu schätzen: „Sie machen es aber auch seit 40, 50 Jahren hervorragend.“
In Nordrhein-Westfalen sei die Situation hingegen eine ganz andere. „Hier hast du – nicht ganz so erfolgreich, aber trotzdem sehr veritable Traditionsklubs – rechts und links und überall: ob Schalke, Köln oder Gladbach. Das ist eine ganz andere Struktur“, beschreibt Watzke die Lage zwischen Rhein und Weser. „Dortmund ist nicht mal eine Landeshauptstadt und keine Metropole.“

Beim BVB müssten die Verantwortlichen „mit dem arbeiten, was wir haben“. Doch darüber beklage man sich „auch gar nicht“. Watzkes Resümee fällt entsprechend ernüchternd aus: „Wir müssen feststellen: Wir können ökonomisch nicht an den FC Bayern herankommen. Keine Chance.“
