Sicher geglaubter Transfer-Coup geplatzt: BVB geht bei Top-Talent leer aus

Ein sicher geglaubter BVB-Transfer ist auf den letzten Metern geplatzt. Statt nach Dortmund zieht es ein italienisches Top-Talent nun zu einem anderen Klub.

Borussia Dortmund hat am Deadline Day einen bereits weit fortgeschrittenen Transfer nicht mehr über die Bühne gebracht. Roberto Scaglione, der seit Wochen als Kandidat für den schwarzgelben Nachwuchs galt, wechselt nicht zum BVB. Stattdessen setzt der 16 Jahre alte Italiener seine Karriere bei Parma Calcio fort.

Die Dortmunder beschäftigten sich laut Informationen der Ruhr Nachrichten bereits seit längerer Zeit intensiv mit dem offensiven Mittelfeldspieler des CFC Genua. Anfang August deutete vieles auf einen Wechsel nach Deutschland hin. Dem Vernehmen nach verliefen die Gespräche zwischen den Klubs zunächst positiv. Der BVB soll dabei mit einer Ablösesumme von ungefähr einer Million Euro kalkuliert haben.

Auf der Zielgeraden änderten sich jedoch offenbar die Rahmenbedingungen. Genua soll seine finanziellen Vorstellungen laut den Ruhr Nachrichten deutlich nach oben geschraubt haben. Parma war schließlich bereit, für Scaglione rund zwei Millionen Euro zu bezahlen. Zusätzlich soll sich dessen bisheriger Verein eine Beteiligung an einem möglichen späteren Weiterverkauf gesichert haben. Für Dortmund ist der geplatzte Deal durchaus ärgerlich. Sportdirektor Ole Book und Sport-Geschäftsführer Lars Ricken sollen sich persönlich intensiv um den Transfer bemüht haben.

Transfer-Schlappe: BVB geht bei Roberto Scaglione leer aus

Schließlich gilt Scaglione als eines der interessanteren Talente seines Jahrgangs in Italien. Bereits als 15-Jähriger wurde der Rechtsfuß in den Profikader von Genua berufen, zudem kam er bislang viermal für Italiens U17-Nationalmannschaft zum Einsatz. Auch andere europäische Schwergewichte sollen Scaglione auf dem Zettel gehabt haben.

Roberto Scaglione
Foto: IMAGO

Unter anderem wurden der FC Bayern, Paris Saint-Germain, Juventus und Inter Mailand mit dem Youngster in Verbindung gebracht. Dortmund konnte offenbar vor allem mit der Aussicht punkten, dem Italiener frühzeitig eine Perspektive Richtung Profifußball zu bieten. Scaglione hätte zudem gut zur jüngsten Dortmunder Nachwuchsstrategie gepasst. Mit Samuele Inácio, Luca Reggiani und Filippo Mané befinden sich bereits mehrere italienische Talente im BVB-Umfeld.

Eigentlich sollte Scaglione diese Gruppe ergänzen und zunächst über die Nachwuchsmannschaften an höhere Aufgaben herangeführt werden. Dazu kommt es nun nicht. Parma erhöhte im entscheidenden Moment den finanziellen Einsatz – und der BVB musste seinen sicher geglaubten Transfer kurz vor dem Ende der Wechselperiode abschreiben.

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