Donyell Malen und AS Rom: Das passt. Der 27 Jahre alte Niederländer befindet sich in der Form seines Lebens. Sein Trainer Gian Piero Gasperini (68) traut dem Ex-Profi von Borussia Dortmund Historisches zu.
Als Malen im Sommer 2021 für eine Ablösesumme in Höhe von 30 Millionen Euro von der PSV Eindhoven zum BVB wechselte, war er als Nachfolger von Jadon Sancho (26) auserkoren. Doch der Neuzugang benötigte lange, um seine Form zu finden.
Seine beste Phase in Dortmund dürfte Malen Anfang 2024 gehabt haben, als er zahlreiche Treffer und Vorlagen beisteuerte. Insgesamt blieben seine Leistungen jedoch zu inkonstant. Im Januar 2025 verließ er die Schwarz-Gelben schließlich Richtung Aston Villa. In 132 Pflichtspielen sammelte er insgesamt 59 Torbeteiligungen.
Nach einem eher unbefriedigenden Intermezzo in Birmingham zog Malen im Januar 2026 weiter zur Roma – zunächst auf Leihbasis, anschließend fest. Die Giallorossi zahlten für den Offensivspieler 25 Millionen Euro und statteten ihn mit einem Vertrag bis 2030 aus.
Nach aktuellem Stand handelt es sich um eine klassische Win-win-Situation. Malen blüht am Tiber geradezu auf, der Verein profitiert von der Treffsicherheit des 27-Jährigen. Für AS Rom stand er bisher in 22 Pflichtspielen auf dem Platz. Dabei gelangen dem früheren Dortmunder nicht weniger als 20 Tore. Drei Assists lieferte er obendrein.
Gasperini begeistert von Malen
Die Begeisterung im gelbroten Teil der italienischen Hauptstadt ist so riesig, dass sein Trainer ihn auf dem Weg zu einer neuen Bestmarke wähnt. Rekord-Torschützenkönige in der Serie A sind bislang mit jeweils 36 Treffern Gino Rossetti (FC Turin 1928/29), Gonzalo Higuaín (SSC Neapel 2015/16) und Ciro Immobile (Lazio Rom 2019/20).
Unter Gasperini agiert Malen nicht mehr wie in Dortmund auf den Flügeln, sondern als Mittelstürmer. Sein Trainer verriet jetzt, was ihm im vergangenen Jahr als Erstes an dem Niederländer auffiel. „Seine erste Ballberührung, mit der er Raum schafft“, wird Gasperini in Football Italia zitiert. Und weiter: „Beim zweiten Ballkontakt positioniert er sich, beim dritten schießt er. Ich sagte mir: Wenn ich diese drei Ballberührungen näher ans Tor bringe, wird er brandgefährlich. Und tatsächlich…“

Malen hat an den ersten beiden Spieltagen der Serie A bereits fünfmal genetzt. Gasperini hofft, dass der Niederländer weiterhin mit dieser Entschlossenheit zu Werke geht. „Seinen Ehrgeiz muss er bewahren, auch wenn er schon einige Tore erzielt hat“, sagt der erfahrene Fußballlehrer, der 2024 mit Atalanta Bergamo die Europa League gewann.
Gasperini traut Malen eine Menge zu. „Wenn er Higuaíns Rekord von 36 Toren gefährden sollte, wäre ich nicht überrascht“, baut der Chef-Trainer auf den Ex-BVB-Profi.
