Zwei Spiele, zwei Niederlagen: Ein gelungener Start in die Saison schaut anders aus. Bei der TSG Hoffenheim liegen nach dem 2:3 gegen Borussia Dortmund die Nerven blank.
Das hatte man sich in Sinsheim sicherlich anders vorgestellt. Zum Auftakt verlor der Verein aus dem Kraichgau mit 2:3 beim 1. FC Köln. Zweimal waren die Gäste in der Domstadt in Führung gegangen. Doch die Punkte blieben am Rhein.
Gegen den BVB lieferte die TSG 60 Minuten eine starke Leistung ab und ging sogar mit 2:0 in Führung. Am Ende stand Hoffenheim nach der erneuten 2:3-Niederlage mit leeren Händen da. „Es fühlt sich nicht gut an, nach zwei Runden mit null Punkten dazusitzen“, zitiert der kicker den unzufriedenen Chef-Trainer Christian Ilzer (48).
Vor allem der Anschlusstreffer zum 1:2 durch Serhou Guirassy (30) war dem Fußballlehrer aus Österreich offenbar auf den Magen geschlagen. „Vor dem 2:1 war es ein ganz klares Foul von Svensson an Wimmer“, beschreibt Ilzer die Szene, die den BVB zurück ins Spiel brachte. „Er steigt ihm auf die Achillessehne, das ist unstrittig.“
Der aus Ilzers Sicht fällige Pfiff blieb jedoch aus. Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck (39) hatte die Attacke des Dortmunders abseits des Balls im Eifer des Gefechts offenbar übersehen. Selbst als Guirassy nur wenige Sekunden später das 1:2 erzielte, griff das Schiedsrichterteam nach der Video-Überprüfung nicht ein. Die Szene wurde als nicht relevant genug eingestuft, um das Tor zu annullieren und Wimmer den Freistoß zuzusprechen. Vermutlich, weil das Vergehen weder eindeutig genug noch nah genug am eigentlichen Spielgeschehen war.
„Hätten das dritte Tor machen müssen“
Ilzer kann die Argumentation überhaupt nicht nachvollziehen. Auf die Begründung, Wimmer sei „nicht spielbeteiligt“ gewesen, fällte der Coach ein vernichtendes Urteil: „Das ist mangelndes Fußballverständnis.“ Vor dem Ausgleich zum 2:2 habe seine Mannschaft den Dortmunder Spielaufbau nicht konsequent gestört. „Beim zweiten Gegentor waren wir nicht so konsequent an Guirassy dran“, kritisierte der Chef-Trainer.

Die Niederlage mochte er aber letztendlich nicht allein an dieser Entscheidung festmachen. Eine Diskussion über den Schiedsrichter „bringt uns nicht weiter“, sagte Ilzer, „wir haben 2:0 geführt und hätten das dritte Tor machen müssen. Und weiter konsequent verteidigen. Und nicht nachlassen.“
Den Unparteiischen wähnte der TSG-Coach dennoch eher auf Seiten der Schwarz-Gelben. „Am Ende hast du gerade gegen große Mannschaften – wie etwa gegen Bayern – immer wieder Situationen, in denen diese Teams dann einfach einen kleinen Vorteil haben“, beschwerte sich Ilzer laut BILD.
