Von Jürgen Klopp ignoriert: Ex-BVB-Star ist plötzlich der beste Offensivspieler

Marcel Groß

Am Donnerstag (17. September) hat Jürgen Klopp seinen ersten Kader als Bundestrainer nominiert. 44 Spieler werden in zwei Kadern die anstehenden Länderspiele bestreiten. Der beste deutsche Offensivspieler fehlt dabei allerdings.

Im Sommer hat Julian Brandt den BVB nach sieben gemeinsamen Jahren verlassen. Nach Wochen der Ungewissheit wurde der Offensivspieler dann bei Ajax Amsterdam vorgestellt. Und in seiner neuen sportlichen Heimat lieferte der 30-Jährige sofort. In seinen ersten zehn Spielen für den Klub aus der niederländischen Hauptstadt erzielte Julian Brandt starke fünf Tore.

„Er ist ein unglaublicher Fußballer. Er denkt extrem schnell und findet auf dem Platz rasch Lösungen“, lobte Ajax-Trainer Miguel Angel Sanchez Munoz, nachdem seine Mannschaft am Dienstagabend (14. September) mit 5:1 den Gegner Willem II Tilburg besiegt hatte. Dabei war es das zweite 5:1 in der Liga innerhalb von wenigen Tagen – und wieder traf der Ex-BVB-Spieler. Dabei ist für den Trainer klar: Der Neuzugang aus Dortmund ist ein „hervorragenden Abschlussspieler“. Im Anschluss ergänzte er: „Es ist sicherlich kein Zufall, dass die Spieler um ihn herum besser spielen. Er macht die gesamte Mannschaft besser und verleiht ihr eine neue Dynamik“. Dennoch verzichtet Jürgen Klopp auf den Rechtsfuß.

Ex-BVB-Star Julian Brandt als bester Deutscher ohne Nominierung

Dass er keinen Anruf vom neuen Bundestrainer erhält, war für Julian Brandt allerdings schon vorher klar. „Ich war schon ziemlich lange außen vor – zwei Jahre, glaube ich“, wird der Offensivspieler nach dem Sieg seiner Mannschaft im letzten Liga-Spiel vom „Kicker“ zitiert. Ganz aufgegeben hat der 30-Jährige seinen Traum, nochmal mit dem Adler auf der Brust zu spielen, allerdings nicht: „Wenn es diesmal nicht klappt, dann vielleicht beim nächsten Mal. Ich versuche, den neuen Bundestrainer durch meine Leistungen zu überzeugen. Wenn es nicht klappt, ist das kein Weltuntergang. Ich mache einfach weiter.“

Julian Brandt
Foto: IMAGO

Erstaunlich ist es allerdings trotzdem, dass Jürgen Klopp den ehemaligen Vize-Kapitän des BVB nicht nominiert hat. Der Grund liegt auf der Hand: Mit seinen bisher fünf Treffern in dieser Saison und seinen konstant guten Leistungen in den Niederlanden hat Julian Brandt mehr Scorer gesammelt als beispielsweise Jamal Musiala vom FC Bayern München oder Florian Wirtz vom FC Liverpool, welche beide eine Nominierung bekommen haben. Generell hat Julian Brandt seit Saisonstart mehr Torbeteiligungen gesammelt, als jeder andere Spieler auf seiner Position. Fairerweise muss festgehalten werden: Mit seinen 30 Jahren ist die Nummer Acht von Ajax Amsterdam bereits im fortgeschrittenen Alter für einen Fußballer. Bei der Europameisterschaft 2028 wäre er bereits 32 Jahre alt. Ob er dann noch eine Option für die Nationalelf ist, ist fraglich.

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