Seit Niko Kovač im Februar 2025 beim BVB übernahm, hat sich in der medizinischen Abteilung etwas Grundlegendes verändert. Intern wird der Trainer dafür gefeiert. Im Zentrum steht eine bemerkenswerte Zahl rund um die Verletzungsfälle in Dortmund.
Wie die BILD berichtet, gilt Kovač im Verein vor allem wegen eines Fortschritts als Gewinn: Dem starken Rückgang der Verletzungen. Seit der Amtsübernahme des 54-Jährigen sollen die Verletzungsfälle demnach um rund 60 Prozent gesunken sein. Das kann bei dieser Anzahl eher kein Zufall sein.
Hinter dieser Entwicklung stehen laut Bericht neue Methoden. Kovač und sein Athletik-Staff setzen konsequent auf Prävention und wollen Überlastungen sowie Infekte möglichst früh erkennen. Dafür durchlaufen die Profis regelmäßige Speicheltests, Händedrucktests und Bluttests, die unter dem Trainer noch stärker genutzt werden sollen.
Aus diesen Werten, dazu Herzfrequenzmessungen und Fragebögen zu Ernährung und Schlaf, entsteht ein Gesamtbild jedes einzelnen Spielers. Das ist die Basis, hier wird festgelegt, wie hoch die Belastung der Spieler sein darf.
Belastungssteuerung zeigt sich auch im BVB-Alltag
Wie fein dieser Ansatz greift, lässt sich gerade in der laufenden Länderspielpause beobachten. 20 BVB-Profis sind bei ihren Nationalmannschaften, ein reguläres Mannschaftstraining ist deshalb kaum umsetzbar. Kovač reagierte mit einem ungewöhnlichen Trainingsplan und gab den verbliebenen Spielern zunächst frei.

Statt gemeinsamer Einheiten bekamen einzelne Profis maßgeschneiderte Programme. Der Ansatz scheint zu wirken, der BVB-Kader wirkt nicht nur fit, sondern auch belastbar.
Auch außerhalb des Trainingszentrums greift Kovač offenbar zur jeweils sinnvollsten Lösung. Nico Schlotterbeck wird zum Beispiel komplett beim DFB bleiben, um auf dem höchsten Niveau trainieren zu können. Das ist essenziell.
