Pause für BVB-Profi Karetsas? Griechenlands Trainer nimmt Stellung

Auswärtssiege gegen Serbien und Deutschland, ein Unentschieden gegen die Niederlande: Griechenland zählt zu den großen Überraschungen in der Nations League. Stets am Ball: Borussia Dortmunds Konstantinos Karetsas (18).

Nach der deutlich verpassten Teilnahme an der Fußball-WM in diesem Jahr feiert die griechische Nationalmannschaft fast schon einer Art Wiederauferstehung. Mit sieben Zählern nach drei Runden behaupten die Hellenen Rang eins in ihrer Nations-League-Gruppe. In allen Partien in der Startelf stand Karetsas. Beim 1:0 gegen die DFB-Auswahl absolvierte der Sommer-Neuzugang des BVB sogar die vollen 90 Minuten.

Dabei sind erst rund vier Wochen ins Land gezogen, da bereitete der junge Offensivakteur große Sorgen. In der Champions League gegen den FC Villarreal (3:2) machte der Youngster plötzlich schlapp und musste vom Platz getragen werden. Ein Aufenthalt im Krankenhaus war die Folge.

Eine Kreislaufschwäche aufgrund von Dehydrierung war die Ursache. Fast zwei Wochen später kehrte Karetsas auf den Platz zurück. Nun machte die Meldung die Runde, die Verantwortlichen der Borussia hätten den griechischen Verband um Schonung gebeten. Ein viertes Länderspiel binnen drei Wochen sei doch ein wenig zu viel für den BVB-Profi, hieß es.

Karetsas wohl auch gegen Deutschland im Einsatz

Griechenlands Nationaltrainer Ivan Jovanovic (64) nahm auf der Pressekonferenz vor dem Rückspiel gegen Deutschland am Sonntag (4. Oktober, 20:45 Uhr) Stellung. Eine Dortmunder Forderung nach „Mäßigung“ habe es nicht gegeben, stellte der Serbe klar. „Es gibt keine Forderung von Dortmund bezüglich Karetsas“, zitiert ihn die griechische Gazzetta. Entsprechende Meldungen seien „übertrieben“, erklärte der Fußballlehrer.

Ivan Jovanovic
Foto: Getty Images

Jovanovic verriet, dass er „wöchentlich mit den Vereinen der Spieler in Kontakt“ stehe. Und weiter: „Wenn die Spieler mit uns trainieren, informieren wir deren Klubs während der Vorbereitung der Nationalmannschaft, aber auch im Anschluss, über alle aufgezeichneten Daten.“ Der Griechen-Coach äußerte sich unmissverständlich und urteilte, dass die Angelegenheit „völlig unnötig aufgebauscht“ worden sei. Der 64-Jährige stellte klar: „Was für Konstantinos gilt, gilt für alle Spieler. Solange ich hier bin, hat kein Verein eine Sonderbehandlung gefordert.“

Eine Überforderung Karetsas‘ schloss er daher aus. „Jede Entscheidung, die ich treffe, berücksichtigt die Bedürfnisse der Spieler“, erklärte Jovanovic, „und erfolgt nach Rücksprache mit ihnen.“ Es ist daher auch gegen Deutschland mit Karetsas zu rechnen.

Diesen Artikel teilen