Transfer-Spekulationen um Haaland: Reine Romantik statt Realität

Die Zukunft von Manchester City ist ungewiss. Lange ritten die Sky Blues unter ihrem Star-Trainer Pep Guardiola (55) auf einer gewaltigen Erfolgswelle. Doch nach zahlreichen Verstößen gegen die Finanzregeln der Premier League droht eine saftige Strafe. Fraglich auch, wie es mit den Top-Stars im Team weitergeht.

Im Fokus stehen dabei die Spielzeiten von 2009 bis 2018. Nach Auffassung einer unabhängigen Kommission der Premier League hat Manchester City vermeintliche Scheinverträge mit Sponsoren und Partnern abgeschlossen, weiß 20min.ch zu berichten. Ziel dieser Deals sei es gewesen, die finanziellen Obergrenzen der Premier League sowie der UEFA gezielt zu umgehen.

Das Regelwerk räumt dem Gremium großen Ermessensspielraum ein. Die Optionen reichen von empfindlichen Millionen-Bußgeldern über drastische Punktabzüge bis hin zu weiteren sportlichen Konsequenzen. Sogar ein endgültiger Ausschluss aus der Premier League steht als Maximallösung im Raum.

In der öffentlichen Debatte wird zudem lautstark der nachträgliche Entzug von Meistertiteln gefordert. Doch bislang existieren hierzu keine offiziellen Beschlüsse. Es bleibt daher völlig offen, welche konkreten Sanktionen Man City am Ende tatsächlich treffen werden.

Haaland bei Top-Klubs im Gespräch

Große Ungewissheit herrscht daher bei den Leistungsträgern der Citizens. Ein Zustand, der sich durch vertragliche Versäumnisse noch verschärfen könnte. Wie David Ornstein von The Athletic berichtet, besitzen die Profis des Klubs keinerlei Klauseln in ihren Arbeitspapieren, die bei einem Abstieg greifen würden.

Ein Ausnahmespieler wie Erling Haaland (26) bliebe somit an Man City gebunden. Sein Arbeitspapier läuft noch bis 2034. Ein vorzeitiger Abschied des Norwegers wäre nur dann möglich, wenn ein anderer Klub bereit ist, eine Ablöse für den Knipser zu zahlen. Der Marktwert des Ex-Dortmunders liegt laut transfermarkt.de bei stolzen 220 Millionen Euro.

Erling Haaland
Foto: Getty Images

Angesichts des astronomischen Betrages mutet es daher ein wenig abenteuerlich an, wenn 4-4-2.ch Haaland mit einer Rückkehr zu Borussia Dortmund in Zusammenhang bringt. Schon das Gehalt des Star-Stürmers würde den finanziellen Rahmen des BVB sprengen, denn für den 26-Jährigen steht eine jährliche Vergütung von rund 35 Millionen Euro im Raum.

Zudem buhlt mit Real Madrid, dem FC Barcelona und Paris Saint-Germain Europas Fußballelite um den Norweger. Neben einer vermuteten Ausstiegsklausel von 175 Millionen Euro kursieren sogar Ablösesummen von bis zu 233 Millionen Euro. Ein Haaland-Comeback in Dortmund ist damit leider reine Utopie. Die finanziellen Hürden sind viel zu hoch, als dass der Torjäger wohl jemals wieder für die Schwarz-Gelben auflaufen dürfte.

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