Er ließ den BVB abblitzen: Top-Talent äußert sich

Marcel Groß

Borussia Dortmund wollte Mikey Moore im vergangenen Sommer verpflichten. Doch das englische Top-Talent entschied sich für den 1. FC Köln und erklärt nun seine Beweggründe.

Mikey Moore hat sich erstmals ausführlich zu seiner Entscheidung gegen Borussia Dortmund und für den 1. FC Köln geäußert. Der 19-Jährige stand im vergangenen Sommer auch auf dem Zettel der Schwarz-Gelben, entschied sich allerdings für einen Wechsel zum Bundesliga-Konkurrenten. Nun verrät der Offensivspieler, warum für ihn trotz des Dortmunder Interesses nur Köln infrage kam.

Dabei hatten die Verantwortlichen des BVB offenbar versucht, den bereits angebahnten Transfer noch zu verhindern. Wie der „Express“ berichtet, beschäftigte sich Borussia Dortmund während der letzten Wochen der Transferperiode intensiv mit dem englischen Nachwuchsspieler.

Letztlich blieb der Vorstoß jedoch ohne Erfolg. Mikey Moore wechselte auf Leihbasis von Tottenham Hotspur zum 1. FC Köln und steht dort bis zum Sommer 2027 unter Vertrag. Dass Mikey Moore bei mehreren Vereinen auf dem Wunschzettel stand, spielte für den Engländer offenbar keine entscheidende Rolle. Bereits frühzeitig hatte sich der 19-Jährige auf den 1. FC Köln festgelegt.

Im Gespräch mit dem „Express“ erklärte Mikey Moore nun, warum er trotz der vorhandenen Alternativen an seiner Entscheidung festhielt. „Es ist schön, die Möglichkeit gehabt zu haben, mir auszusuchen, wohin ich gehen möchte. Aber als ich mit dem FC gesprochen habe, war ich sehr früh überzeugt.“ Damit macht der Offensivspieler deutlich, dass die Kölner Verantwortlichen bereits zu einem frühen Zeitpunkt einen bleibenden Eindruck hinterlassen hatten. Selbst als andere Vereine während der entscheidenden Transferphase Interesse zeigten, wollte Mikey Moore offenbar nicht mehr von seinem ursprünglichen Plan abrücken.

„Ich hatte dem Klub gesagt, dass ich bereit bin zu kommen, sobald ich grünes Licht bekomme. Als es dann kam, wollte ich eigentlich nur hierher. Deshalb bin ich sehr glücklich, hier zu sein.“ Für Borussia Dortmund bedeutete diese Haltung letztlich eine Absage. Der BVB konnte das englische Talent nicht mehr von einem Wechsel nach Westfalen überzeugen.

Das Interesse von Borussia Dortmund hatte offenbar einen konkreten Hintergrund. Nachdem sich Giannis Konstantelias einen Kreuzbandriss zugezogen hatte, suchten die Schwarz-Gelben nach möglichen Alternativen für ihre Offensive. Dabei rückte auch Mikey Moore in den Fokus. Der junge Engländer galt bereits während seiner Zeit bei Tottenham Hotspur als vielversprechendes Talent und hätte dem Dortmunder Angriff zusätzliche Möglichkeiten bieten können. Allerdings hatte sich der 1. FC Köln zu diesem Zeitpunkt bereits intensiv um den Offensivspieler bemüht. Die Rheinländer mussten lediglich noch auf die endgültige Freigabe von Tottenham Hotspur warten.

Der englische Erstligist wollte zunächst seine eigenen Personalplanungen abschließen, bevor Mikey Moore den Verein vorübergehend verlassen durfte. Diese Verzögerung nutzten offenbar mehrere Konkurrenten, um sich ebenfalls nach dem 19-Jährigen zu erkundigen. Neben Borussia Dortmund sollen auch weitere Vereine aus dem In- und Ausland Interesse gezeigt haben. Doch die Bemühungen der Konkurrenz änderten nichts an der Entscheidung des Spielers.

Bereits im September hatte Kölns Sportgeschäftsführer Thomas Kessler über die schwierigen Verhandlungen gesprochen. Im FC-Talk „E Levve lang“ von „Express“ und „Kölner Stadt-Anzeiger“ bestätigte Thomas Kessler, dass andere Vereine den Transfer noch kurzfristig verhindern wollten. Konkrete Namen nannte der 40-Jährige zunächst nicht. Allerdings gab es bereits damals Berichte über einen möglichen Vorstoß von Borussia Dortmund. Auf die Spekulationen reagierte Thomas Kessler mit einer Spitze in Richtung der Schwarz-Gelben.

„Ich kenne die Kaderplanung der Borussia nicht, mit Ausnahme eines Spielers, und der ist noch bei uns.“ Damit spielte der Kölner Sportchef offenbar auf Said El Mala an. Der 20-Jährige hatte im vergangenen Sommer ebenfalls das Interesse von Borussia Dortmund geweckt, blieb letztlich aber beim 1. FC Köln. Im Fall von Mikey Moore zeigte sich Thomas Kessler dagegen von Beginn an zuversichtlich. Der Engländer hatte den Kölnern frühzeitig seine Zusage gegeben und hielt trotz der Bemühungen anderer Vereine daran fest.

Köln-Trainer ein Grund: Darum scheiterte ein BVB-Wechsel

Neben den sportlichen Perspektiven spielte vor allem Köln-Trainer René Wagner eine entscheidende Rolle bei der Verpflichtung von Mikey Moore. Der 38-Jährige hatte sich bereits frühzeitig mit dem Offensivspieler ausgetauscht und ihm erklärt, welche Rolle er innerhalb der Mannschaft übernehmen könnte. Für Mikey Moore waren diese Gespräche offenbar ausschlaggebend. Besonders das Vertrauen des Trainers überzeugte den Engländer von einem Wechsel nach Köln. „Der Trainer hat mich überzeugt. Ich habe sehr früh im Transferfenster mit ihm gesprochen und wollte unbedingt hierherkommen.“

Mikey Moore
Foto: IMAGO

Damit hatte René Wagner offenbar einen wichtigen Vorteil gegenüber der Konkurrenz. Während andere Vereine erst später Interesse zeigten, konnte der Kölner Trainer bereits frühzeitig eine Verbindung zum Nachwuchsspieler aufbauen. Auch sportlich möchte Mikey Moore das Vertrauen nun rechtfertigen. Bei seinem Bundesliga-Debüt gegen den VfB Stuttgart zeigte der 19-Jährige bereits vielversprechende Ansätze. Trotz seiner kurzen Eingewöhnungszeit suchte der Engländer immer wieder den Weg nach vorne und sorgte mit seinen Offensivaktionen für Gefahr.

Für Borussia Dortmund bleibt dagegen die Erkenntnis, dass sich nicht jedes umworbene Talent von einem Wechsel zu den Schwarz-Gelben überzeugen lässt. Mikey Moore entschied sich bewusst für den 1. FC Köln. Da die Leihe keine Kaufoption enthält, soll der Offensivspieler nach der Saison 2026/27 zu Tottenham Hotspur zurückkehren. Ob Borussia Dortmund zu einem späteren Zeitpunkt erneut Interesse an Mikey Moore zeigen wird, bleibt offen. Zunächst möchte sich der 19-Jährige allerdings ausschließlich auf seine sportliche Entwicklung in Köln konzentrieren.

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