Mit Karetsas und Schlotterbeck? Diese Spieler fehlen dem BVB gegen Bremen

Marcel Groß

Am Freitag (09. Oktober) steht für den BVB das wichtige Bundesliga-Spiel gegen Werder Bremen auf dem Programm. Nachdem Trainer Niko Kovac im Vorfeld um fünf seiner Spieler zittern musste, herrscht nun Gewissheit. 

Borussia Dortmund hatte vor dem anstehenden Spiel gegen Werder Bremen mit einigen personellen Fragezeichen zu kämpfen. Auf der Spieltagspressekonferenz hatte Trainer Niko Kovac gleich mehrere angeschlagene Spieler genannt. Inzwischen herrscht zumindest bei einem Teil der Profis Klarheit. Drei zuletzt fragliche Dortmunder stehen für die Partie zur Verfügung.

Besonders erfreulich für Niko Kovac: Nico Schlotterbeck kann gegen Werder Bremen wieder mitwirken. Auch Daniel Svensson und Konstantinos Karetsas haben es rechtzeitig geschafft. Das berichtet „Sky“-Reporter Patrick Berger. Alle drei gehören zum Dortmunder Kader für die Partie. Anders sieht die Situation bei Julian Ryerson und Carney Chukwuemeka aus. Beide müssen gegen die Mannschaft von der Weser passen und werden das Spiel von der Tribüne verfolgen.

BVB bekommt drei wichtige Spieler zurück

Damit entspannt sich die Situation für Niko Kovac zumindest etwas. Noch auf der Pressekonferenz hatte der BVB-Trainer von mehreren Problemen berichtet. Daniel Svensson und Konstantinos Karetsas hatten sich während ihrer Reisen mit den Nationalmannschaften „verkühlt“. Bei Nico Schlotterbeck bereitete eine Verletzung am Sprunggelenk Sorgen. Julian Ryerson hatte dagegen mit den Folgen eines Zusammenpralls zu kämpfen. Hinzu kamen die Probleme bei Carney Chukwuemeka. Für die beiden Letztgenannten reicht die Zeit bis zum Werder-Spiel nicht.

Vor allem der Ausfall von Julian Ryerson zwingt Niko Kovac zu einer Veränderung. Auf der rechten Schiene dürfte Maximilian Beier einspringen. Der deutsche Nationalspieler hätte ansonsten vermutlich zunächst auf der Bank gesessen. Bei Carney Chukwuemeka fällt der Ausfall ebenfalls ins Gewicht. Der Mittelfeldspieler hätte Niko Kovac eine weitere Möglichkeit für die Offensive gegeben.

Trotz der positiven Nachrichten bleibt offen, welche Rolle Nico Schlotterbeck, Daniel Svensson und Konstantinos Karetsas tatsächlich übernehmen können. Alle drei stehen zwar im Kader, ihre Ausgangslage unterscheidet sich jedoch. Konstantinos Karetsas sammelte während der Länderspielphase reichlich Einsatzzeit. Der Grieche absolvierte alle vier Partien seiner Nationalmannschaft und stand dabei meistens mehr als 60 Minuten auf dem Platz. Eine längere Pause hatte der Offensivspieler somit nicht. Bei Nico Schlotterbeck sieht die Situation anders aus. Der Innenverteidiger verletzte sich während seiner Zeit bei der deutschen Nationalmannschaft und musste vor dem dritten Spiel pausieren. Anschließend fehlte Nico Schlotterbeck mehr als eine Woche auf dem Trainingsplatz. Erst beim Abschlusstraining konnte der Abwehrspieler wieder mit der Mannschaft arbeiten. Trotzdem könnte Niko Kovac kaum eine andere Wahl bleiben, als Nico Schlotterbeck und Konstantinos Karetsas direkt wieder einzuplanen.

BVB-Trainer Niko Kovac fehlen Alternativen

Der Grund dafür liegt auch bei weiteren Nationalspielern. Ramy Bensebaini, der Nico Schlotterbeck in der Defensive ersetzen könnte, kehrte erst am Donnerstag nach Dortmund zurück. Gleiches gilt für Mathis Albert, der eine Alternative für Konstantinos Karetsas darstellen würde. Beide verpassten deshalb das Abschlusstraining. Gleichzeitig braucht Niko Kovac Maximilian Beier vermutlich auf der rechten Seite als Ersatz für Julian Ryerson. Durch den Ausfall von Carney Chukwuemeka fehlt eine weitere Möglichkeit für das offensive Mittelfeld.

Nico Schlotterbeck
Foto: IMAGO

Gerade hinter Konstantinos Karetsas wird die Auswahl dadurch überschaubar. Mit Ethan Nwaneri, Fabio Silva und Samuele Inacio stehen Niko Kovac noch einige Optionen zur Verfügung, die Personaldecke bleibt jedoch dünn. Der BVB kann vor dem Duell mit Werder Bremen deshalb zwar aufatmen, vollständig verschwunden sind die personellen Sorgen aber nicht. Besonders die Frage nach der Belastbarkeit der zurückgekehrten Spieler dürfte bei der Aufstellung eine wichtige Rolle spielen.

Diesen Artikel teilen