Dembélé als Vorbild: BVB-Star bekommt eigenen Trainer

Marcel Groß

Beim BVB gab es in den vergangenen Jahren viele Spieler, welche den Klub für eine hohe Ablösesumme verlassen haben. Einem Neuzugang traut man offenbar einen ähnlichen Schritt zu. 

Bei Borussia Dortmund traut man Neuzugang Konstantinos Karetsas zu, zum nächsten 100-Millionen-Euro-Transfer in der Geschichte des Klubs zu werden. Das berichtet die „Sport Bild“. Wer die vergangenen Erfolgsjahre der Schwarz-Gelben betrachtet, erkennt schnell ein wiederkehrendes Muster: Immer wieder gelang es dem BVB, junge Spieler zu echten Weltklasse-Profis zu formen, ehe diese den Verein für gewaltige Ablösesummen verließen. Robert Lewandowski, Ousmane Dembélé, Jude Bellingham und Erling Haaland stehen exemplarisch für diese Strategie. Genau an diese Tradition will der Klub nun wieder anknüpfen, und ausgerechnet der junge Grieche Konstantinos Karetsas gilt dabei intern als vielversprechendster Kandidat für die Fortsetzung dieser Erfolgsgeschichte.

Laut dem Bericht ordnen die Dortmunder Entscheidungsträger den 18-Jährigen in eine ähnliche sportliche Kategorie ein wie die bereits erwähnten früheren Stars des Vereins. Konkret traut man Konstantinos Karetsas zu, mittelfristig einen Marktwert von rund 100 Millionen Euro zu erreichen. Sollte sich diese Einschätzung bewahrheiten, würde ein entsprechender künftiger Transfer dem BVB finanziell enorme neue Möglichkeiten eröffnen – Geld, das wiederum in neue Spieler und die weitere Kaderentwicklung reinvestiert werden könnte.

Damit aus dieser internen Prognose tatsächlich Realität wird, verlässt sich die sportliche Führung nicht allein auf das vorhandene Rohtalent des jungen Offensivspielers. Stattdessen hat der Klub gezielt in die individuelle Förderung investiert: Konstantinos Karetsas arbeitet inzwischen eng mit einem eigenen Betreuer zusammen, dem Videoanalysten Roderick van der Ham. Dieser wechselte erst im vergangenen Sommer vom FC Liverpool zu Borussia Dortmund und kümmert sich laut dem Fachmagazin intensiv und mit großem Zeitaufwand um die individuelle Weiterentwicklung des Griechen. Im Zentrum dieser engen Zusammenarbeit steht ein klares Ziel: Konstantinos Karetsas soll sich so schnell wie möglich an die taktischen Anforderungen und den gewünschten Spielstil von Trainer Niko Kovač gewöhnen, um sein Potenzial auch tatsächlich auf dem Platz abrufen zu können.

Wie außergewöhnlich ambitioniert dieser finanzielle Plan tatsächlich ist, zeigt sich erst bei einem genaueren Blick auf die bisherige Transferhistorie des BVB. Bislang gelang es in der gesamten Vereinsgeschichte lediglich zwei Spielern, beim Verkauf die symbolträchtige Marke von 100 Millionen Euro zu überschreiten. Zum einen wechselte Ousmane Dembélé seinerzeit für stolze 148 Millionen Euro zum FC Barcelona, zum anderen brachte der Transfer von Jude Bellingham zu Real Madrid dem BVB immerhin 127 Millionen Euro ein. Beide Transfers zählen bis heute zu den lukrativsten der gesamten Vereinsgeschichte und markieren zugleich die bisherige Obergrenze dessen, was Borussia Dortmund jemals für einen einzelnen Spieler erzielen konnte.

Dass sich die Vereinsführung nun erneut in diese finanziellen Sphären vorwagen möchte, überrascht bei genauerer Betrachtung der vergangenen Jahre kaum. Tatsächlich wurden wirklich lukrative Abgänge beim BVB zuletzt spürbar seltener, was die sportliche Leitung offenbar dazu veranlasst, wieder konsequenter auf die Entwicklung echter Ausnahmetalente zu setzen. Genau an diesem Punkt soll Konstantinos Karetsas nun ansetzen und diesen rückläufigen Trend eigenhändig umkehren.

Gelingt die geplante sportliche Entwicklung des jungen Griechen tatsächlich so, wie es sich die Verantwortlichen erhoffen, könnte sich Borussia Dortmund schon in wenigen Jahren über einen weiteren Transfer in historischer Größenordnung freuen. Ein solcher Deal würde nahtlos an die goldene Ära mit Robert Lewandowski, Ousmane Dembélé, Jude Bellingham und Erling Haaland anknüpfen – vier Spieler, die beim BVB einst ganz ähnliche Erwartungen weckten und diese am Ende sogar noch übertrafen, sowohl sportlich als auch finanziell.

BVB-Star Konstantinos Karetsas bekommt Extra-Training

Bis dahin konzentriert sich der Klub aber bewusst zunächst auf die sportliche Komponente des Entwicklungsprozesses. Die enge individuelle Betreuung durch Roderick van der Ham bildet dabei das zentrale Element dieser Strategie. Schritt für Schritt, Trainingseinheit für Trainingseinheit, soll Konstantinos Karetsas an sein enormes fußballerisches Potenzial herangeführt werden – stets mit Blick auf die ambitionierte finanzielle Zielsetzung, die der Verein intern längst für ihn formuliert hat.

Konstantinos Karetsas
Foto: IMAGO

Mit der Verpflichtung von Roderick van der Ham holte sich der Klub gezielt einen erfahrenen Fachmann aus einem der aktuell erfolgreichsten europäischen Topklubs an Bord. Seine mehrjährige Erfahrung beim FC Liverpool dürfte dabei helfen, Konstantinos Karetsas möglichst zügig an das geforderte taktische Niveau der Bundesliga sowie an die spezifischen Anforderungen von Trainer Niko Kovač heranzuführen. Gerade das enge Zusammenspiel zwischen detaillierter Videoanalyse und individuell zugeschnittenem Training gilt im modernen Spitzenfußball inzwischen als einer der entscheidenden Faktoren, um junge Talente schneller und nachhaltiger zur vollen Entfaltung zu bringen.

Sportlich hat Konstantinos Karetsas bereits erste Argumente für diesen optimistischen Ausblick geliefert. Als Nationalspieler Griechenlands bringt er bereits internationale Wettkampferfahrung mit zum BVB und soll sich unter Niko Kovač nun kontinuierlich weiter in Richtung einer gesicherten Stammposition spielen. Gelingt ihm dieser nächste Entwicklungsschritt, dürfte sich auch sein Marktwert in den kommenden Jahren tatsächlich in Richtung der intern prognostizierten 100 Millionen Euro bewegen.

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