Borussia Dortmund spielte am Samstag nur 0:0 an der Alten Försterei und ließ gegen Union Berlin wichtige Punkte liegen. Der dritte Patzer in Folge sorgt für Frust. Und das aus gutem Grund.
Denn der BVB spielte gerade nach vorne gar nicht so, wie man sich das selbst erhofft und vorgestellt hatte.
Nach dem Spiel legte Niko Kovac den Finger in die Wunde und kritisierte vor allen Dingen die Abläufe in der Offensive.
„Wir müssen im letzten Angriffsdrittel sehr viel genauer, sehr viel präziser, sehr viel automatisierter spielen“, sagte Niko Kovac: „Union hat gut verteidigt, aber wir haben es auch nicht so gemacht, wie ich das gerne gehabt hätte. Denn es wäre schon möglich gewesen, den Rücken des Gegners zu attackieren, um letzten Endes die Kette zu sprengen. Wir müssen da wieder schnell hinkommen, denn nur mit Toren kannst du Spiele gewinnen.“
Was dem BVB Sorgen bereiten muss
Das Spiel in Berlin war keine Katastrophe, aber es war eben auch nicht das, was man sich in Dortmund vorgestellt hat. Ein 0:0 in Köpenick nach einem 0:1 in Norwegen und einem 2:2 zuhause gegen Bremen ist nun einmal einfach nicht gut.

Besonders auffällig ist, dass die Dortmunder momentan viel Energie investieren müssen, um die Basics auf den Platz zu bekommen. Genau diese Basics, die in den besseren Phasen unter Niko Kovac quasi automatisch gezeigt wurden. Und mit ihnen als Fundament konnten dann auch offensive Akzente gesetzt werden.
Diese offensiven Akzente waren nur spärlich vorhanden. Der Rhythmus fehlt im Spiel, hinzu kommt, dass der ein oder andere Star momentan einfach nicht in einer guten Verfassung ist. Dass dann auch noch ein Spieler wie Konstantinos Karetsas verletzt vom Platz muss, hilft nicht. Der Frust ist groß, der Schwung ist weg. So kann man es recht simpel zusammenfassen, wenn man es mit dem BVB hält und die aktuelle Lage einschätzt.
Vor dem Duell bei Sabah in der Champions League müssen die Sinne jetzt wieder geschärft werden, die Bereitschaft muss nach oben geschraubt werden. Nur dann ist es möglich, die Punkte einzufahren und wieder einen Schritt nach vorne zu machen.
