Das 0:0 des BVB gegen Union Berlin an der Alten Försterei war schon der dritte Rückschlag in Folge. Es läuft momentan nicht so gut wie vor den Länderspielen.
Dass es auch wieder eine recht zähe Partie in Köpenick war, ist Wasser auf die Mühlen der Kritiker. Der BVB hat Probleme und wird diese momentan nicht los. Das muss man einfach so konstatieren.
Entsprechend unzufrieden waren sowohl die Spieler als auch die Verantwortlichen im Nachgang dieses Duells. Dortmund hat sich eine gute Ausgangslage in wenigen Tagen selbst zunichte gemacht.
BVB: Verantwortliche kritisch nach Remis in Berlin
„Wir sind natürlich unzufrieden. Ich glaube, dass die Mannschaft den Kampf hier angenommen hat, sehr intensiv und sehr aggressiv von Anfang an gespielt hat. Dadurch war das Spiel natürlich auch etwas zerfahren. Wir haben gesehen, wenn wir in unser Spiel gekommen sind und auch versucht haben, klar nach vorne zu spielen, dann haben wir auch unsere Torchancen bekommen“, erklärte Lars Ricken nach dem Spiel in der Mixed Zone.
Zur Wahrheit gehört allerdings auch: Extrem zwingend waren die Dortmunder nun auch nicht. Es gab Möglichkeiten, insbesondere in der zweiten Halbzeit, aber die große Druckphase fehlte.

Das ärgerte auch den Sportdirektor, Ole Book, enorm: „Wir sind enttäuscht. Wir hatten uns mehr vorgenommen. Um die Tiefe bespielen zu können, muss man auf dem ganzen Feld ein bisschen mutiger spielen. Damit haben wir viel zu spät angefangen. Das große Problem ist: Wenn wir mutiger werden, dann spielen wir auch echt guten Fußball, dann können wir den Gegner auch unter Druck setzen. Wenn wir zurückliegen, wie in Norwegen, oder wenn wir das Gefühl haben, am Ende läuft die Zeit weg, werden wir deutlich besser. Das ist das Thema, dem wir uns widmen sollten.“
Und das möglichst schnell, denn schon unter der Woche steht die nächste Reise an, diesmal nach Aserbaidschan.
