Der BVB muss vorerst ohne Konstantinos Karetsas auskommen. Lars Ricken hat nun die Verletzung bestätigt und verraten, welche beiden Spiele der Grieche definitiv verpasst.
Borussia Dortmund hat erstmals konkret bestätigt, wie lange Konstantinos Karetsas mindestens ausfallen wird. Der 18-Jährige reist nicht mit der Mannschaft zum Champions-League-Spiel nach Aserbaidschan und fehlt anschließend auch in der Bundesliga gegen Eintracht Frankfurt. Das erklärte Geschäftsführer Lars Ricken vor der Abreise des BVB nach Baku. Gleichzeitig gibt es vorsichtige Entwarnung: Nach den ersten Bildern aus Berlin hatten die Dortmunder offenbar eine noch schwerere Verletzung befürchtet.
Inzwischen kennt der BVB auch die genaue Art der Blessur. „Kos (Konstantinos Karetsas, Anm. d. Red.) hat eine Bandverletzung im Fuß. Er wird nicht nach Baku mitfliegen und auch gegen Frankfurt am Samstag nicht spielen können“, wird Lars Ricken vom „Kicker“ zitiert. Damit steht fest, dass Trainer Niko Kovac mindestens in den kommenden beiden Partien auf seinen Sommer-Neuzugang verzichten muss. Wie es danach weitergeht, ließ Lars Ricken dagegen offen. Eine konkrete Rückkehr oder eine darüber hinausgehende Ausfallzeit nannte der Geschäftsführer nicht.
BVB hatte bei Konstantinos Karetsas Schlimmeres befürchtet
Trotz der beiden sicheren Ausfälle dürften die neuen Informationen in Dortmund zumindest für etwas Erleichterung sorgen. Unmittelbar nach der Verletzung hatte die Situation deutlich schlimmer ausgesehen. Konstantinos Karetsas konnte den Platz nicht selbstständig verlassen und hatte große Schmerzen. Auch die Reaktionen seiner Mitspieler ließen zunächst eine schwere Verletzung vermuten.
Genau darauf ging Lars Ricken ebenfalls ein. „Das ist natürlich ärgerlich, aber wir haben im ersten Moment Schlimmeres erwartet, nachdem wir die Reaktionen seiner Mitspieler gesehen haben“, erklärte der BVB-Geschäftsführer.
Ob Konstantinos Karetsas nach dem Bundesliga-Spiel gegen Eintracht Frankfurt direkt wieder zur Verfügung steht, lässt sich daraus allerdings noch nicht ableiten. Fest steht lediglich, dass der Grieche die nächsten beiden Begegnungen verpasst. Das stellt eine deutlich vorsichtigere Perspektive dar als die erste Prognose unmittelbar nach der Verletzung. Einen Tag nach dem Vorfall berichteten die „Ruhr Nachrichten“, dass Konstantinos Karetsas möglicherweise mehrere Wochen und bis zur Länderspielpause Mitte November fehlen könnte. Lars Ricken bestätigte eine derart lange Pause nun nicht. Sollte es tatsächlich bei den zwei genannten Spielen bleiben, wäre der BVB angesichts der ersten Befürchtungen mit einem vergleichsweise glimpflichen Ausgang davongekommen.
Ein schnelles Comeback hätte für Borussia Dortmund auch sportlich große Bedeutung. Nach der Partie gegen Eintracht Frankfurt warten direkt zwei wichtige Aufgaben. Zunächst trifft der BVB im DFB-Pokal auf Werder Bremen, anschließend steht der Klassiker gegen den FC Bayern an. Gerade in diesen Spielen könnte Niko Kovac die Qualitäten von Konstantinos Karetsas gut gebrauchen. Der 18-Jährige bringt Kreativität in das Dortmunder Offensivspiel und kann selbst für Gefahr sorgen. Deshalb dürfte der BVB hoffen, dass die Bandverletzung schnell genug abheilt und Konstantinos Karetsas nach den beiden bestätigten Ausfällen wieder eine Option darstellt. Gleichzeitig gibt es für den Klub keinen Grund, bei seinem jungen Neuzugang ein unnötiges Risiko einzugehen.
Nur acht Minuten auf dem Platz
Die Verletzung hatte sich Konstantinos Karetsas während des Auswärtsspiels in Berlin zugezogen. Niko Kovac brachte den Offensivspieler erst in der zweiten Halbzeit in die Partie. Nach gerade einmal acht Minuten war sein Einsatz allerdings schon wieder beendet. Konstantinos Karetsas geriet im eigenen Strafraum in einen Zweikampf mit Rani Khedira und knickte dabei mit dem rechten Fuß um. Sofort zeigte sich, dass der Dortmunder große Probleme hatte. Der 18-Jährige blieb auf dem Rasen liegen und benötigte medizinische Hilfe. Schließlich musste er das Spielfeld gestützt von den Ärzten verlassen.bRani Khedira äußerte sich anschließend bei „Sky“ zur Szene und hoffte auf einen möglichst milden Ausgang. „Er ist nach innen umgeknickt. Ich hoffe, dass er nicht zu lange ausfällt“, sagte Rani Khedira nach der Partie.
Auch Niko Kovac hatte sich nach dem Spiel besorgt gezeigt. Zu diesem Zeitpunkt kannte Borussia Dortmund die genaue Diagnose noch nicht. Besonders bitter fand der Trainer, dass Konstantinos Karetsas seit seinem Wechsel nach Dortmund bereits mehrere schwierige Situationen erlebt hat. „Wir müssen schauen, inwieweit das etwas Ernsteres ist. Im Moment tut es mir für den Jungen Leid, der sicherlich, seitdem er hier ist, nicht unbedingt von Glück geküsst ist.“
Inzwischen weiß der BVB zumindest mehr. Konstantinos Karetsas hat sich eine Bandverletzung im Fuß zugezogen. Eine schwerere Diagnose, die womöglich eine monatelange Pause bedeutet hätte, nannte Lars Ricken nicht. Gleichzeitig steht weiterhin nicht fest, ob der 18-Jährige unmittelbar nach dem Frankfurt-Spiel wieder trainieren oder spielen kann.
Konstantinos Karetsas erlebt schwierigen Start beim BVB
Die erneute Zwangspause passt zu den bislang unglücklichen ersten Monaten von Konstantinos Karetsas in Dortmund. Der BVB verpflichtete das Offensivtalent im vergangenen Sommer vom KRC Genk. Rund 30 Millionen Euro zahlten die Schwarz-Gelben für den griechischen Nationalspieler und machten damit deutlich, welche Erwartungen sie mit seiner Verpflichtung verbinden.
Bislang kam Konstantinos Karetsas neunmal für Borussia Dortmund zum Einsatz. Dabei bereitete der 18-Jährige einen Treffer vor. Seine sportliche Entwicklung geriet allerdings bereits vor der aktuellen Bandverletzung zwischenzeitlich in den Hintergrund. Wenige Spiele zuvor hatte Konstantinos Karetsas aufgrund von Kreislaufproblemen für große Sorgen gesorgt. Der Grieche brach zusammen und musste anschließend zunächst wieder vollständig fit werden. Nachdem er dieses Problem überstanden hatte, wollte er sich Schritt für Schritt weitere Spielzeit unter Niko Kovac erarbeiten. Nun stoppt ihn die nächste gesundheitliche Angelegenheit.

Auch insgesamt haben die beiden griechischen Sommer-Neuzugänge des BVB bislang enormes Verletzungspech. Noch deutlich schwerer erwischte es Giannis Konstantelias. Der Neuzugang verletzte sich bei seinem Bundesliga-Debüt und zog sich einen Kreuzbandriss zu. Für Giannis Konstantelias endete damit die erste Phase seiner Dortmunder Zeit praktisch unmittelbar nach ihrem Beginn. Mit einem Comeback rechnet der BVB voraussichtlich erst im Frühjahr 2027.
Kurz darauf folgten die Kreislaufprobleme von Konstantinos Karetsas. Nun kommt die Bandverletzung hinzu. Niko Kovac musste dadurch innerhalb kurzer Zeit mehrere Rückschläge bei zwei Spielern hinnehmen, die Borussia Dortmund eigentlich zusätzliche Möglichkeiten in der Offensive geben sollten. Bei Konstantinos Karetsas besteht nun immerhin Hoffnung, dass sich die Pause in Grenzen hält. Die ersten Bilder aus Berlin hatten eine deutlich schwerere Verletzung vermuten lassen. Auch Lars Ricken räumte ein, dass die Verantwortlichen zunächst Schlimmeres erwartet hatten.
