Dreimal in Folge konnte Borussia Dortmund nicht gewinnen. Mit einem 2:1-Sieg in der Champions League bei Sabah FK haben die Schwarz-Gelben auf die Erfolgsspur zurückgefunden. Die BVB-Profis in der BVBWLD-Einzelkritik.
Gregor Kobel: Beim Gegentor durch McCarthy absolut machtlos. Wirkte vor der Pause bei einer Faustabwehr einmal unsicher, verhinderte kurz vor der Halbzeit gegen Parris aber stark einen weiteren Gegentreffer. Ein insgesamt unaufgeregter Arbeitstag. Note: 3.
Waldemar Anton: Der stabilste Akteur in der Viererkette. Er bügelte viele Fehler seiner Nebenleute aus und verteidigte konsequent nach vorne. Einziger Makel: Beim 1:1-Ausgleich stimmte die Zuordnung im Zentrum nicht, wodurch er etwas zu weit weg von Torschütze McCarthy entfernt stand. Note: 3.
Ramy Bensebaini (bis zur 72. Minute): Hatte auf seiner Seite große Probleme mit dem schnellen Parris. Wirkte nach einem unglücklichen Ausrutscher in der ersten Halbzeit etwas gehemmt und defensiv oft zu nachlässig. Offensiv blieben seine Abschlüsse harmlos. Note: 4,5.
Nico Schlotterbeck: Rettete im ersten Durchgang zweimal in höchster Not stark gegen Parris. Segelte beim Gegentor jedoch an der Flanke vorbei und leistete sich kurz vor dem Ende einen gefährlichen Fehlpass, der unbestraft blieb. Zeigte in einer hektischen Schlussphase dennoch Führungsqualitäten. Note: 3,5.
Daniel Svensson (bis zur 77. Minute): Investierte viel auf der linken Außenbahn und schlug zahlreiche Flanken. Zeigte defensiv zwar immer wieder Wackler, rettete dem BVB in der 75. Minute mit einem cleveren Schubser gegen Mbina im allerletzten Moment wohl den Sieg. Note: 4.
Joey Veerman: Neben Guirassy der stärkste Dortmunder auf dem Feld. Agierte als defensiver Taktgeber im Mittelfeld, strahlte enorme Ballsicherheit aus und initiierte immer wieder gefährliche Angriffe. Belohnte seine Leistung mit der perfekten Halbfeldflanke zum 2:1-Siegtreffer. Note: 2.
Felix Nmecha (bis zur 72. Minute): Ein sehr unglücklicher Auftritt des Mittelfeldspielers. Zwar zwang sein starker Distanzschuss Sabah-Keeper Pokatilov vor dem 1:0 zum Abpraller, danach leistete er sich jedoch ungewöhnlich viele Abspielfehler. Einer dieser Ballverluste verschuldete den Freistoß, der direkt zum 1:1 führte. Note: 4,5.
Julian Ryerson: Arbeitete defensiv wie gewohnt resolut in den Zweikämpfen. Profitierte von den großen Räumen auf dem rechten Flügel, konnte daraus mangels präziser Flanken und Zuspiele aber zu selten Kapital schlagen. Note: 3,5.
Chukwuemeka überzeugt
Carney Chukwuemeka (bis zur 72. Minute): Feierte an seinem 23. Geburtstag ein überraschendes Startelf-Debüt und rechtfertigte das Vertrauen. Setzte im Mittelfeldzentrum durch kluge Positionswechsel Impulse für die Offensive. Bereitete das frühe 1:0 gedankenschnell mit vor. Note: 2,5.

Fábio Silva (bis zur 90.+1 Minute): Vergab bereits nach fünf Minuten kläglich eine riesige Chance zur Führung, als er den besser postierten Mitspieler übersah. Traf im letzten Drittel häufig die falsche Entscheidung und wies eine schwache Passquote von nur 60 Prozent auf. Zeigte sich aber engagiert und kämpferisch. Note: 3,5.
Serhou Guirassy: Der unbestrittene Matchwinner des BVB. Bewies beim frühen Führungstreffer seinen Torriecher und staubte ab. Entschied die Partie nach dem Seitenwechsel mit einer technisch anspruchsvollen Direktabnahme unter die Latte eiskalt. Note: 1,5.
Einwechselspieler:
Joane Gadou (ab der 72. Minute): Startschwierigkeiten auf der rechten Halbposition. Ein schwerer Abstimmungsfehler mit Ryerson sorgte für akute Gefahr und hätte leicht ins Auge gehen können. Zeigte danach jedoch Nervenstärke und verteidigte das Ergebnis bis zum Schlusspfiff. Keine Bewertung aufgrund kurzer Spielzeit.
Jobe Bellingham (ab der 72. Minute): Belebte das Spiel nach seiner Einwechslung im defensiven Mittelfeldzentrum spürbar und zeigte unter den Kovac-Jokern die größte Wirkung. Er überzeugte mit hohem läuferischem Einsatz und leitete zudem den sehenswerten Umschaltmoment vor der Sabitzer-Gelegenheit ein. Keine Bewertung aufgrund kurzer Spielzeit.
Marcel Sabitzer (ab der 72. Minute): Ein unglücklicher Kurzauftritt, bei dem er deutlich unter seinen Möglichkeiten blieb. Verpasste kurz nach seiner Hereinnahme den vorentscheidenden Treffer. Positiv zu bewerten war immerhin seine defensive Einstellung, da er konsequent gegen den Ball arbeitete. Keine Bewertung aufgrund kurzer Spielzeit.
Maximilian Beier (ab der 77. Minute): Keine Bewertung aufgrund kurzer Spielzeit.
Ethan Nwaneri (ab der 90.+1 Minute): Keine Bewertung aufgrund kurzer Spielzeit.
