Anfang September sah die Situation noch rosig aus für Edin Terzic. Mit Athletic Bilbao fuhr der 43 Jahre alte Chef-Trainer einen deutlichen 3:0-Erfolg gegen Atlético Madrid ein. Doch dann geriet der baskische Motor ins Stottern.
Seit nunmehr vier Spielen wartet die Terzic-Elf in La Liga auf einen Sieg. In der Tabelle ist Bilbao auf Rang 13 abgerutscht. Damit findet sich der Traditionsklub in Regionen wieder, die er zu verlassen gedachte. Die Saison 2025/26 beendete der achtfache Landesmeister auf dem 12. Platz – fern jeglicher europäischer Ambitionen.
Die Abstiegsränge sind für die Rot-Weißen in greifbare Nähe gerückt. Der Tabellen-16. aus Elche steht nur zwei Zähler schlechter da. Allerdings hat Bilbao eine Partie weniger ausgetragen. Das Auswärts-Match gegen Rayo Vallecano am 10. Oktober wurde nach wenigen Minuten abgebrochen. Anhänger der Heimmannschaft hatten aus Protest hunderte Papierflieger, Flummis und kleine Gegenstände auf das Spielfeld geworfen. Ihr Zorn richtete sich gegen die eigene Vereinsführung.
Die Basken können daher in der Liga ein wenig Boden gutmachen, wenn sie im Duell gegen Vallecano, das beim Stande von 0:0 fortgesetzt wird, punkten. Zufriedenstellend ist die Situation jedoch nicht, wie fichajes.net registriert hat. Noch muss Terzic offenbar aber nicht um seinen Job bangen – wachsender Fan-Kritik zum Trotz.
Demnach stehe der Vorstand von Athletic Bilbao weiterhin hinter dem deutschen Coach und ziehe eine vorzeitige Trennung zum aktuellen Zeitpunkt nicht in Betracht.
Wende gegen Getafe?
Doch die Terzic-Elf überzeugt nur selten. Sie hat derzeit mit weitaus mehr zu kämpfen als nur mit ausbleibenden Siegen. Auf dem Platz offenbaren sich gravierende Defizite beim Kreieren von Torchancen und das Team lässt es an Stabilität missen. Sobald eine Begegnung zu kippen droht, wird deutlich, dass es der Mannschaft momentan an mentaler Stärke und Selbstvertrauen mangelt.
Auch wenn von außerhalb Kritik geäußert wird, genießt der Ex-BVB-Coach laut Iñigo Markinez von Cadena SER großen Rückhalt bei Vorstand, dem Geschäftsführer Profifußball Mikel González (43) und nicht zuletzt den Spielern. Einer seiner wichtigsten Unterstützer ist Jon Uriarte (48). Der Präsident gilt als treibende Kraft hinter der Ernennung Terzics.

Am Sonntag (25. Oktober) empfängt Athletic Bilbao den FC Getafe im heimischen San Mamés. Für die Basken bietet das Duell die perfekte Gelegenheit, die jüngste Negativserie zu stoppen und wieder Boden in der Tabelle gutzumachen. Laut Markinez würde eine erneute Pleite die Fan-Kritik sicherlich verschärfen, eine voreilige Trennung vom Trainer hätte sie demnach aber nicht zur Folge.
Terzic kann sich somit auf die sportliche Wende konzentrieren. Nach vier sieglosen Partien in Folge gilt es nun, dreifach zu punkten und den Anschluss an die internationalen Plätze wiederherzustellen.
