20 Millionen für Top-Talent? BVB legt Preisschild fest

Marcel Groß

Luca Reggiani macht sportlich auf sich aufmerksam, dennoch könnte seine Zukunft außerhalb Dortmunds liegen. Der BVB hat offenbar konkrete Vorstellungen für einen Verkauf im Winter.

Ausgerechnet inmitten der Spekulationen um einen möglichen Abschied hat Luca Reggiani ein deutliches sportliches Zeichen gesetzt. Der 18-Jährige lief am Freitag für die U23 von Borussia Dortmund gegen den Bonner SC auf und avancierte beim 2:0-Erfolg in der Regionalliga West zu einem der entscheidenden Spieler. Ein Treffer und eine Vorlage gingen auf das Konto des Innenverteidigers. An seiner schwierigen Situation bei den Profis dürfte dieser Auftritt vorerst jedoch wenig ändern.

Luca Reggiani brachte die Dortmunder Zweitvertretung in der 36. Minute auf Kurs. Der Bonner SC bekam einen Eckball nicht entscheidend geklärt. Der Italiener wartete nicht lange, nahm den Ball direkt und traf mit einem abgefälschten Schuss zum 1:0. Kurz vor Schluss tauchte Luca Reggiani erneut weit vorne auf. In der 83. Minute drang der Verteidiger in den Strafraum ein und bediente Mutove. Dieser verwandelte per Drehschuss zum 2:0. Damit hatte Luca Reggiani bei beiden Dortmunder Toren seine Füße im Spiel.

BVB fordert offenbar rund 20 Millionen Euro

Trotz dieses Auftritts könnte sich Borussia Dortmund bereits im Winter von Luca Reggiani trennen. Nach Informationen von „Fussballeuropa“ hat der BVB inzwischen einen Preisrahmen für den jungen Innenverteidiger festgelegt. Rund 20 Millionen Euro sollen die Schwarz-Gelben für einen dauerhaften Wechsel verlangen.

An potenziellen Abnehmern mangelt es offenbar nicht. Vor allem in Italien verfolgen mehrere große Vereine die Entwicklung des 18-Jährigen. Die AC Mailand zeigt Interesse und beschäftigt sich mit einem möglichen Transfer. Auch Inter Mailand und Juventus Turin sollen Luca Reggiani auf dem Zettel haben. Darüber hinaus beobachtet der FC Southampton die Situation.

Allerdings liegen die Vorstellungen der Interessenten und des BVB offenbar noch auseinander. Auf italienischer Seite soll eher eine feste Summe zwischen zwölf und 13 Millionen Euro plus mögliche Bonuszahlungen im Raum stehen. Borussia Dortmund setzt den Wert des Abwehrtalents dagegen höher an.

Bei der AC Mailand könnte zudem die weitere sportliche Planung Einfluss auf einen möglichen Vorstoß nehmen. Gerry Cardinale, der Eigentümer des Klubs, soll große Stücke auf Luca Reggiani halten. Gleichzeitig könnte eine mögliche Verpflichtung von Markus Krösche als Sportvorstand die Transferstrategie des Klubs verändern. Ob Milan bereits im Januar ernst macht, bleibt deshalb offen.

Luca Reggiani beim BVB außen vor

Ein wesentlicher Grund für die Wechselgedanken liegt in der Konkurrenzsituation in Dortmund. Niko Kovac setzt bei den Profis derzeit auf andere Innenverteidiger. Nico Schlotterbeck, Waldemar Anton und Ramy Bensebaini stehen in der Hierarchie vor Luca Reggiani. Auch Joane Gadou und Filippo Mané sollen aktuell bessere Karten besitzen. „Fussballeuropa.com“ ordnet Luca Reggiani deshalb nur an sechster Stelle ein.

Luca Reggiani
Foto: IMAGO

Entsprechend überschaubar fällt seine Einsatzzeit aus. In dieser Saison kam Luca Reggiani bislang zweimal zum Zug und verbuchte insgesamt 50 Minuten. Beim 2:1-Erfolg gegen Sabah FK in der Champions League gehörte der Italiener zwar zum Aufgebot, Niko Kovac brachte ihn allerdings nicht ins Spiel.

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