Borussia Dortmund gibt im DFB-Pokal eine 2:0-Führung aus der Hand. Dann schlägt Marcel Sabitzer in der Nachspielzeit zum 3:2-Sieg zu. Die BVB-Profis in der BVBWLD-Einzelkritik.
Gregor Kobel: In der ersten Halbzeit nahezu beschäftigungslos, da die Abwehr alles wegräumte. Bei den Bremer Toren traf ihn keine Schuld. Note: 3.
Waldemar Anton: Erlebte einen Abend zum Vergessen. Stand vor der Pause noch recht sicher, ließ im zweiten Durchgang extrem nach. Beim 2:2-Ausgleich ließ er sich von Niclas Füllkrug mit einem Beinschuss düpieren und verlor das entscheidende Laufduell. Note: 4,5.
Joane Gadou: Überzeugte mit physischer Robustheit im Zweikampf. Stand manchmal aber zu hoch. Sah gegen Weiser schlecht aus (75.). Wäre fast das 2:3 gewesen. Bremste Reis bei einem Konter dank seiner Schnelligkeit aus (78.). Note: 3,5.
Nico Schlotterbeck: Über weite Strecken sehr aufmerksam. Rettete in der 51. Minute mit einer bärenstarken, kompromisslosen Grätsche vor dem einschussbereiten Dinkci. Sah beim Bremer Dauerdruck in der Schlussphase innerhalb des Defensivverbunds phasenweise aber nicht gut aus. Note: 4.
Jobe Bellingham: Sicherte sich per Kopfball-Ablage den Assist zum 2:0 durch Chukwuemeka. Zeigte zwar viel Laufbereitschaft, agierte unter dem Strich aber glücklos und ließ zu oft den Kopf hängen. Note: 4.
Joey Veerman (bis zur 71. Minute): Zog in der ersten Halbzeit klug die Fäden im Mittelfeld. Schlug vor dem 2:0 die zielgenaue Flanke in den Strafraum auf Bellingham. Schwamm nach dem Seitenwechsel wie das gesamte Team und wurde gegen Sabitzer ausgetauscht. Note: 3.

Felix Nmecha: Führte stark Regie, leitete das 1:0 mit einem tollen Pass auf Beier ein und verpasste das 3:0 mit einem Schlenzer nur haarscharf. Baute ab der 60. Minute defensiv jedoch merklich ab. Note: 3,5.
Julian Ryerson (bis zur 71. Minute): Sehr umtriebig auf der rechten Schiene, leitete gedankenschnell das frühe 1:0 durch Guirassy ein. Verschuldete in der 64. Minute den Elfmeter an Mick Schmetgens, der das Spiel kippen ließ, und holte sich die Gelbe Karte ab. Note: 3,5.
Guirassy legt gut los
Carney Chukwuemeka (bis zur 71. Minute): Sehr dynamische Anfangsphase des Offensivmannes, der das sehenswerte Tor zum 2:0 erzielte (17.). Im Passspiel wechselten Licht und Schatten, dem BVB-Spiel tat sein Mut dennoch sichtlich gut. Nach einer technisch feinen Ballannahme bewies er in der 56. Minute das Auge für den startenden Guirassy, wirkte beim darauffolgenden Rückpass aber völlig ideenlos. Das hätte das sichere 3:0 sein müssen. Note: 2,5.
Maximilian Beier: Fühlte sich auf dem linken Flügel extrem wohl und wirbelte die Bremer Defensive im ersten Durchgang durcheinander. In der Folge tauchte er zunehmend ab, wenngleich das Engagement bis zuletzt stimmte. Note: 3.
Serhou Guirassy (bis zur 84. Minute): Eiskalter Vollstrecker zu Beginn, als er das Ryerson-Zuspiel in der sechsten Minute zum 1:0 einschob. Vergab im zweiten Durchgang allerdings per Kopf aus kürzester Distanz kläglich den Matchball zur vorzeitigen Vorentscheidung (38.). In der hektischen Phase versuchte er immer wieder, Bälle festzumachen. Da die Unterstützung seiner Mitspieler jedoch weitgehend ausblieb, verpufften seine Bemühungen und er tauchte im weiteren Spielverlauf zunehmend ab. Note: 3.
Einwechselspieler:
Ethan Nwaneri (ab der 71. Minute): Konnte dem Spiel nach seiner Einwechslung keine nennenswerten Impulse mehr geben. Note: 4.
Daniel Svensson (ab der 71. Minute): Blieb auf ähnlichem Niveau wie Ryerson und konnte keine Akzente setzen. Note: 4.
Marcel Sabitzer (ab der 71. Minute): Als das Spiel komplett zu entgleiten drohte, übernahm er Verantwortung. In der 93. Minute zirkelte er einen Freistoß aus 20 Metern genial über die Mauer in die Torwartecke zum vielumjubelten 3:2-Siegtreffer. Note: 2.
Fábio Silva (ab der 84. Minute): Keine Bewertung aufgrund kurzer Spielzeit.
