Am Mittwoch (4. November, 21 Uhr) trifft Borussia Dortmund in der Champions League auf Betis Sevilla. Mit Marc Bartra (35) steht ein Ex-BVB-Profi im Team der Spanier. Vor der Rückkehr in den Signal Iduna Park blickt der Verteidiger auf eine hochemotionale Zeit zurück.
Die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte sorgt bei Bartra für Gänsehaut. „Der Verein ist Teil meines Lebens, dort habe ich eine prägende Zeit erlebt – sowohl als Fußballer als auch als Mensch“, erklärt im Gespräch mit dem SID.
In seinen eineinhalb Jahren beim BVB bestritt er 51 Pflichtspiele (zehn Torbeteiligungen) für den BVB. 2017 gehörte Bartra der Startelf an, die das Finale des DFB-Pokals mit 2:1 gegen Eintracht Frankfurt gewann. Letztendlich erwiesen sich die Fußstapfen seines Vorgängers aber als zu groß. Für 10,5 Millionen Euro wechselte er im Januar 2018 zu Betis Sevilla. Unterbrochen von einem Jahr bei Trabzonspor (2022/23) nennt er die Heliopolitanos seitdem sein fußballerisches Zuhause.
Überschattet wurde seine Zeit in Dortmund durch den furchtbaren Bombenanschlag auf den BVB-Mannschaftsbus im April 2017. Bartra erlitt durch einen Metallsplitter eine Verletzung an der Hand und musste operiert werden. Diese Erfahrung hat ihn tief geprägt. „Ich musste sehr schwierige Momente überwinden. Dadurch habe ich das Leben, den Fußball und die Menschen an meiner Seite noch mehr zu schätzen gelernt. Deshalb wird Dortmund immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben“, blickt der heute 35-Jährige zurück.
„Freue mich riesig auf das Spiel“
Der Spanier freut sich auf das bevorstehende Wiedersehen im Signal Iduna Park. Die Rückkehr sei „ein Geschenk“, betont er. Bartra gerät ins Schwärmen: „Ich freue mich riesig auf das Spiel. Ich empfinde Dortmund gegenüber eine große Verbundenheit.“
Vor allem die Südtribüne hat sich tief in sein Gedächtnis eingebrannt. „Man kann in großartigen Stadien spielen, aber das Gefühl im Westfalenstadion, besonders vor der Gelben Wand, lässt sich nur schwer in Worte fassen“, erklärt der Betis-Verteidiger und fügt hinzu: „Es ist eine unglaubliche Energie. Wenn man auf den Platz kommt und sieht, wie alle singen, springen und die Mannschaft antreiben, hat man das Gefühl, dass das Stadion ein eigenes Leben hat.“

Seinen Teamkollegen kann der erfahrene Innenverteidiger die Atmosphäre im Stadion vorab kaum beschreiben: „Ich sage ihnen, dass sie es selbst erleben müssen, um es zu verstehen.“ Trotz der beeindruckenden Kulisse reist der Spanier selbstbewusst an und sieht sein Team keineswegs in der Außenseiterrolle. „Betis hat gezeigt, dass wir gegen große Mannschaften bestehen können“, gibt sich Bartra kämpferisch.
