Debakel nach Ampelkarte: Ex-BVB-Juwel Wätjen erlebt bitteren Abend mit Midtjylland

Ob Profi oder Amateur, solch einen Abend wünscht sich wohl kein Fußballprofi. Ex-BVB-Kicker Kjell Wätjen (20) erlebte mit dem FC Midtjylland einen Begegnung, die er wohl so schnell nicht vergessen dürfte.

In der dänischen Superliga läuft es für die Mannschaft des früheren Borussen-Trainers Mike Tullberg (40) nahezu perfekt. Nach 13 Runden thront Midtjylland mit neun Siegen und 31 Punkten an der Tabellenspitze. Wätjen, der vor der Saison für 2,5 Millionen Euro aus Dortmund kam, hat sich einen festen Platz im Team gesichert. In der Bilanz des Mittelfeldmannes stehen wettbewerbsübergreifende 13 Einsätze sowie jeweils drei Treffer und Torvorlagen.

Auch am Donnerstagabend gehörte Wätjen in der Conference-League-Partie gegen Ajax Amsterdam der Startelf an. Zunächst verlief das Spiel ausgeglichen. Die Niederländer dominierten anfangs das Spiel und gingen durch Tolu Arokudare (25) früh in Führung. Doch die „Wölfe“ kamen immer stärker auf und glichen dank Friday Etim (24) noch vor der Pause aus.

Mit dem Resultat von 1:1 betraten beide Mannschaften ihre Kabine. Zu diesem Zeitpunkt befand sich Wätjen bereits dort, denn in der 43. Minute ereilte ihn ein Platzverweis. Binnen acht Minuten kassierte er zwei Gelbe Karten und durfte vorzeitig duschen.

In Unterzahl zerfiel das dänische Team in seine Einzelteile. Erneut Arokudare sowie Owen Wijndal (26), der Ex-Bremer Davy Klaassen (33), Oscar Gloukh (22) und Marcos Leonardo (23) stellten das Ergebnis auf 6:1.

„Tränen in den Augen“

Nach seinem folgenschweren Fehler zeigte sich Wätjen laut SPOX in der Kabine tief zerknirscht und entschuldigte sich direkt bei seinen Mitspielern. Tullberg sagte dazu: „Es tat ihm sehr weh. Kjell hatte Tränen in den Augen.“

Schuldzuweisungen nach Wätjens Ampelkarte gibt es bei Midtjylland jedoch keine. „Er ist ein junger Kerl und wird das schon überstehen. Die anderen Jungs haben ihn auch umarmt“, lobte Tullberg den Teamgeist. Wätjen wisse zwar um seinen Fehler, doch auch die Kollegen hätten ihm „besser helfen können“.

Mike Tullberg
Foto: Getty Images

Konsequenzen, wie etwa eine Geldstrafe, werde es nicht geben, betonte Tullberg. „Das ist heute nicht mehr zeitgemäß.“ Der FCM-Trainer wurde deutlich: „Wir leben doch im Jahr 2026. Er hat einen Fehler begangen und den können wir nicht mehr rückgängig machen.“

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