Borussia Dortmund gewinnt knapp gegen den 1. FC Köln, doch eine umstrittene Szene sorgt für große Diskussionen. Kult-Trainer Peter Neururer teilt nach dem BVB-Sieg heftig gegen den VAR aus.
Die Diskussionen um den Video Assistant Referee (VAR) in der Fußball-Bundesliga reißen nicht ab. Nach der umstrittenen Szene beim Spiel zwischen Borussia Dortmund und dem 1. FC Köln hat sich nun auch Trainer-Urgestein Peter Neururer mit deutlicher Kritik zu Wort gemeldet.
Auslöser der Debatte ist eine Szene aus der Nachspielzeit der Partie, die Dortmund mit 2:1 gewann. Nach einem Handspiel von BVB-Verteidiger Yan Couto im eigenen Strafraum blieb ein möglicher Elfmeterpfiff für den 1. FC Köln aus. Auch der Videoassistent griff trotz vorhandener TV-Bilder nicht ein. Für Neururer ist das kaum nachvollziehbar. Der 70-Jährige kritisierte die Entscheidung deutlich und stellte vor allem die Rolle des VAR infrage. „Es war wieder einmal ein unglaublich aufregender Spieltag, geprägt von eigenartigen Entscheidungen“, erklärte er gegenüber wettfreunde.net. Besonders die Nicht-Intervention des Videoassistenten bezeichnete er sogar als „fast skandalös“.
Aus seiner Sicht hätten zahlreiche Beteiligte das Handspiel erkennen können. „Im Stadion, diejenigen die kurvennah saßen, haben es gesehen. Diejenigen, die auf dem Platz waren, haben es gesehen“, sagte Neururer und verwies darauf, dass der Schiedsrichter möglicherweise eine schlechte Perspektive gehabt habe. Gerade deshalb sei der VAR schließlich eingeführt worden.
VAR-Aufreger bei BVB-Spiel: Neururer kritisiert Kölner Keller
Dass aus dem sogenannten Kölner Keller dennoch kein Hinweis kam, sorgt beim früheren Bundesliga-Coach für völliges Unverständnis. „Was haben diese Herrschaften da in Köln gemacht? Sind die eingeschlafen? Oder waren die schon mal raus, vielleicht ein Bier holen oder ähnliches?“, polterte Neururer.

Seiner Meinung nach hätte die Szene zumindest überprüft werden müssen. „Das kann man nicht übersehen. Das muss man sich angucken“, stellte er klar. Besonders bitter ist die Entscheidung für die Kölner im Kampf um den Klassenerhalt. Ein möglicher Elfmeter hätte dem FC noch einen Punkt einbringen können – mit entsprechend großen Auswirkungen auf die Tabellenlage im Abstiegskampf.
Auch beim FC selbst sorgte die Szene für Ärger. Sportchef Thomas Kessler zeigte sich ratlos und sagte nach dem Spiel: „Ich verstehe es nicht. Ich weiß nicht, was Benjamin Cortus in diesem Moment im Keller gemacht hat.“

