„Ich vergesse nichts“: BVB-Star Adeyemi erklärt provokanten Jubel

Borussia Borussia Dortmund gewinnt spät beim VfB Stuttgart – doch der Jubel von Karim Adeyemi sorgt für Aufsehen. Nach dem Spiel erklärt der BVB-Star die Hintergründe seiner provokanten Geste.

Wilde Szenen in der Nachspielzeit: Borussia Dortmund sicherte sich beim VfB Stuttgart mit zwei späten Treffern einen 2:0-Auswärtssieg – doch im Mittelpunkt stand vor allem der Jubel von Karim Adeyemi. Der Nationalspieler hatte nach seinem Führungstor für Aufsehen gesorgt und erklärte anschließend die Hintergründe.

Lange deutete alles auf ein torloses Remis hin, ehe Adeyemi in der 94. Minute zuschlug. Nur Augenblicke später erhöhte Julian Brandt auf 2:0. Während der zweite Treffer die Partie endgültig entschied, war es vor allem Adeyemis Jubel, der die Emotionen hochkochen ließ. Der Dortmunder hielt demonstrativ den Finger vor den Mund – in Richtung der Stuttgarter Fans.

Nach Abpfiff kam es zu hitzigen Szenen. Spieler beider Teams gerieten aneinander, aus dem Publikum flogen Gegenstände, und einige Zuschauer drängten sogar in Richtung Spielfeld. Die Situation drohte zeitweise zu eskalieren. Adeyemi selbst suchte nach dem Spiel bewusst die Erklärung für seine Geste. „Normalerweise bin ich nicht der Spieler, der den Fans etwas zeigt, aber ich bin jetzt fast vier Jahre bei dem Verein und vergesse nicht die Spiele, dass Stuttgart bei uns gespielt und das Gleiche gemacht hat“, sagte der Offensivspieler.

BVB-Star Adeyemi erklärt seine Motivation

Weiter betonte der 24-Jährige: „Das ist stecken geblieben bei mir und deshalb gab es heute auch so einen Jubel. Das soll nichts Persönliches sein, sondern nur ein Reminder daran, dass ich nichts vergessen habe.“ Tatsächlich hatte es bereits im Hinspiel eine ähnliche Szene gegeben. Stuttgarts Deniz Undav hatte damals nach einem späten Treffer ebenfalls provokant gejubelt.

Karim Adeyemi
Foto: IMAGO

Entsprechend zeigte der Angreifer gegenüber Sky Verständnis für die Reaktionen: „Das war ein provokanter Jubel, ich glaube mit der Begründung, dass ich das letztes Spiel in Dortmund gemacht habe. Die Fans waren natürlich aufgebracht.“ Beim BVB selbst wollte man die Aufregung jedoch nicht überbewerten.

Sport-Geschäftsführer Lars Ricken erklärte gegenüber der WAZ: „Ich finde nicht, dass es ein übermäßig provokanter Jubel war.“ Auch aus sportlicher Sicht überwog bei den Dortmundern die Freude über den wichtigen Sieg, mit dem der zweite Tabellenplatz gefestigt wurde.

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