Im Gegensatz zu den mit 2:0 bei Werder Bremen siegreichen Profis hat die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund ihr letztes Saisonspiel in den Sand gesetzt. Beim SC Wiedenbrück unterlag die U23 des BVB am Samstagnachmittag mit 0:2 und verfehlte damit nicht nur das Ziel, noch Dritter zu werden, sondern rutschte sogar noch auf den fünften Tabellenplatz der Regionalliga West ab.
Ohne den gesperrten Innenverteidiger Jonas Feddersen, aber mit sieben Spielern, die unter der Woche ihren Anteil am 1:0-Sieg im Endspiel des Premier League International Cups gegen Real Madrid hatten – Danylo Krevsun, Filippo Mane, Almugera Kabar, Tony Reitz, Ayman Azhil, Arne Wessels und Bennedikt Wüstenhagen – sowie mit Debütant Yilmaz Aktas im Tor war der BVB von Beginn an um Spielkontrolle bemüht.
Letztlich blieb die Mannschaft von Trainer Daniel Rios aber trotz optischer Überlegenheit zu wenig zwingend und weitgehend harmlos. Stattdessen schlugen die Gastgeber kurz vor der Pause beinahe aus dem Nichts zu und gingen durch Benjamin Friesen in Führung.
BVB zu harmlos
Auch nach dem Seitenwechsel bot sich ein ähnliches Bild. Der BVB war bemüht, hatte an diesem Tag aber im letzten Drittel nicht die richtigen Mittel und war bei den wenigen Einschussgelegenheiten nicht entschlossen genug. Ganz anders die Gastgeber, die in der 77. Minute energischer zu Werke ging als Gegenspieler Krevsun und zum 2:0 einnetzte, das gleichzeitig der Endstand war.

BVB-Trainer Rios, dessen Wunsch nach einem positiven Saisonabschluss sich nicht erfüllt hat, zog auf der Vereinshomepage ein ehrliches und zugleich ein Stück weit enttäuschtes Fazit: „Wir haben uns zu wenige Torchancen herausgespielt, um hier etwas mitzunehmen. Und in den Momenten, in denen wir verteidigen mussten, haben wir es nicht gut gemacht. Wir haben das Spiel mit Ball zu langsam gemacht. Deswegen war es ein verdienter Sieg von Wiedenbrück.“
