Heimlicher BVB-Matchwinner in Hoffenheim? „Deshalb haben wir ihn verpflichtet“

Nach einer schwachen ersten Hälfte drehte der BVB gegen Hoffenheim auf. Ein Neuzugang spielte dabei eine wichtige Rolle.

Borussia Dortmund hat beim 3:2 gegen die TSG Hoffenheim eine schwierige Partie noch gedreht. Einen wichtigen Anteil an der Leistungssteigerung nach der Pause hatte Neuzugang Joey Veerman. Der Niederländer brachte genau jene Qualitäten ein, die dem BVB zuvor über weite Strecken gefehlt hatten.

Besonders in der ersten Halbzeit bekamen die Dortmunder kaum Kontrolle über das Spiel. Hoffenheim setzte den BVB früh unter Druck und provozierte zahlreiche Ballverluste. Niko Kovac reagierte zur Pause und brachte Veerman für Felix Nmecha. „Wir haben Joey Veerman zur Halbzeit gebracht, weil wir zu wenig Ballbesitz hatten“, erklärte der Trainer anschließend.

Zwar lösten sich die Probleme nicht sofort in Luft auf, doch mit zunehmender Spielzeit stabilisierte sich das Dortmunder Mittelfeld. Veerman ließ sich im Aufbau tief fallen, forderte die Bälle und versuchte, das Spiel aus dem Zentrum heraus zu strukturieren. Gemeinsam mit Jobe Bellingham sorgte der 27-Jährige zudem für mehr Ordnung gegen den Ball. Genau für solche Situationen wurde Veerman nach Dortmund geholt. „Er ist technisch richtig stark am Ball. Deshalb haben wir ihn verpflichtet, damit wir in diesen engen Räumen Lösungen finden, wenn der Druck des Gegners so groß ist“, sagte Kovac.

BVB-Neuzugang Veerman sammelt Pluspunkte bei Niko Kovac

Dabei war der Auftritt des Niederländers keineswegs fehlerfrei. Seine Passquote von 56 Prozent zeigt, dass auch bei ihm noch Luft nach oben besteht. Dennoch verschaffte seine Präsenz dem BVB längere und qualitativ bessere Ballbesitzphasen. Auch Veerman selbst sieht seine Stärken vor allem in dieser Rolle: „Ich mag es, mich in das Aufbauspiel einzuschalten. Sie haben mir gesagt, dass sie das brauchen und deshalb bin ich hier.“

Joey Veerman und Niko Kovac
Foto: IMAGO

Neben seinen spielerischen Fähigkeiten soll der frühere PSV-Profi seine Erfahrung einbringen. Veerman kommuniziert viel und versucht, seine Mitspieler auf dem Platz zu dirigieren. Einen Führungsanspruch möchte er nach seiner kurzen Zeit beim BVB allerdings noch nicht formulieren.

Zunächst steht für ihn ein anderes Ziel im Mittelpunkt: „Erstmal liegt der Fokus für mich darauf, es in die Startelf zu schaffen. Ich denke, solche Spiele helfen mir dabei.“ Mit seinem Auftritt in Hoffenheim dürfte Veerman diesem Ziel ein Stück näher gekommen sein.

Diesen Artikel teilen