Borussia Dortmund stürmt mit einem 1:0-Sieg beim VfB Stuttgart an die Spitze der Bundesliga. Die BVB-Profis in der BVBWLD-Einzelkritik.
Gregor Kobel: Der BVB-Keeper strahlte gewohnte Ruhe aus, wurde aber auch nur selten ernsthaft gefordert. In der 31. Minute zeigte er seine ganze Klasse, als er nach einem Abwehrfehler von Gadou blitzschnell reagierte und den Schuss von Undav mit einer starken Fußparade entschärfte. Note: 2,5.
Waldemar Anton: Bei seiner Rückkehr an alte Wirkungsstätte wurde er von den Stuttgarter Fans gnadenlos ausgepfiffen. Ließ sich davon jedoch nicht beirren, hielt das Abwehrzentrum dicht und zog Demirovic früh den Zahn. Note: 2,5.
Joane Gadou: Zeigte von der ersten Minute an eine enorme Zweikampfstärke und agierte gewohnt robust. Ein haarsträubender Fehlpass leitete jedoch die erste dicke Möglichkeit für den VfB ein (16.). Leistete sich nach 31 Minuten einen weiteren dicken Bock, als er Undav die Kugel unbedrängt servierte. Er hatte Glück, dass Kobel seine Fehler ausbügelte. Nach der Gelben Karte in der 57. Spielminute agierte er vorsichtiger. Note: 4.
Nico Schlotterbeck: Der Kapitän lieferte defensiv ein stabiles Spiel ab. Im Aufbau streute er einige lange Bälle ein, sah in der 32. Minute nach einem taktischen Foul Gelb. Note: 2,5.
Daniel Svensson: Zeigte in der Rückwärtsbewegung einige Schwächen. So ermöglichte ein verlorenes Kopfballduell gegen El Khannouss dem VfB eine Großchance zur Führung (34.). Im Offensivspiel fehlten zudem die nötigen Impulse. Note: 4.
Julian Ryerson (bis zur 81. Minute): Bekam es auf seiner Seite immer wieder mit dem Duo Führich und Mittelstädt zu tun. Arbeitete defensiv viel, im Vorwärtsgang fehlte dem Norweger an diesem Abend jedoch die gewohnte Präzision. Wurde in der 81. Minute ausgewechselt. Note: 4.
Joey Veerman (bis zur 62. Minute): Verteilte die Bälle in der Zentrale gut, hatte defensiv gegen die wendigen Stuttgarter manchmal Probleme mit dem Tempo. Note: 3.
Ethan Nwaneri (bis zur 62. Minute): Bemüht, Räume zu kreieren, fand gegen die kompakte VfB-Kette aber selten die zündende Idee. Erzielte kurz nach der Pause ein Abseitstor (53.). Musste nach einer Stunde Platz für Karetsas machen. Note: 4.
Bellingham und Karetsas bringen neuen Schwung
Felix Nmecha: Kam überhaupt nicht gut rein ins Spiel. In den ersten Minuten waren einige leichte Wackler und Abspielfehler dabei. Steigerte sich aber und wusste, im Gegenpressing zu überzeugen. Traf in der 73. Minute eine unglückliche Entscheidung, als er freistehend den Querpass wählte, anstatt selbst den Torschuss zu wagen. Note: 3,5.

Maximilian Beier (bis zur 82. Minute): Lief viel, wirkte aber lange Zeit wie unsichtbar. Doch in der 70. Minute bewies er seinen unschätzbaren Torinstinkt, stand nach der Flanke von Bellingham goldrichtig und schob eiskalt zum 1:0-Siegtreffer ein. Note: 2,5.
Serhou Guirassy (bis zur 74. Minute): Stand weitgehend isoliert auf dem Feld und strahlte bei Ballbesitz nur selten Gefahr aus. In der 66. Minute verpasste er den Moment für ein Abspiel, dribbelte sich stattdessen fest und vertändelte die Situation. Trotz erkennbaren Engagements blieb er unterm Strich weitgehend wirkungslos. Note: 4.
Einwechselspieler:
Jobe Bellingham (ab der 62. Minute): Nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung ging er auf dem Flügel ins Dribbling, nutzte den Platz und schlug die maßgenaue Flanke zum Beier-Tor. Note: 2,5.
Konstantinos Karetsas (ab der 62. Minute): Feierte ein starkes Comeback. Sorgte sofort für spielerische Momente. Vergab in der 73. Minute nach einem Konter nur haarscharf das 2:0, als sein Schuss das Außennetz traf. Note: 2,5.
Fábio Silva (ab der 74. Minute): Belebte das Spiel mit einigen guten Tiefenläufen und starken Dribblings, ließ im Abschluss aber die nötige Präzision vermissen. Dennoch agierte er deutlich auffälliger als Guirassy. Note: 3.
Marcel Sabitzer (ab der 82. Minute): Keine Bewertung aufgrund kurzer Spielzeit.
Ramy Bensebaini (ab der 82. Minute): Keine Bewertung aufgrund kurzer Spielzeit.
