Gleich mehrere europäische Topklubs hatten sich zuletzt um einen jungen englischen Abwehrspieler bemüht – darunter auch Borussia Dortmund. Nun stellt sein aktueller Klub offenbar klar die Weichen für eine langfristige Zukunft.
Josh Acheampong könnte seinen Vertrag beim FC Chelsea schon bald verlängern. Das berichtet das englische Portal „TeamTalk„. Dem Bericht zufolge will der Klub aus London das Top-Talent mit einem neuen Vertrag noch länger an sich binden – ein Schritt, der den interessierten Klubs rund um Borussia Dortmund nicht gefallen dürfte. Der 20-jährige Abwehrspieler, genießt bei den Blues enormes Ansehen und gilt als wichtiger Baustein in den Zukunftsplänen von Trainer Xabi Alonso.
Besonders interessant für BVB-Fans: Auch Borussia Dortmund zählte im vergangenen Sommer konkret zu den Interessenten. Wie „Sky Sport“ bereits im August berichtete, suchten die Schwarz-Gelben vor Transferschluss gezielt nach einem neuen Rechtsverteidiger. Nachdem der BVB in jenem Sommer bereits Justin Lerma, Kaua Prates, Joane Gadou, Giannis Konstantelias und Konstantinos Karetsas verpflichtet hatte und kurz vor dem Abschluss des Transfers von Joey Veerman stand, planten die Verantwortlichen noch einen weiteren Neuzugang für die rechte Abwehrseite ein. Rund zehn Millionen Euro standen dafür zur Verfügung, wobei der BVB eigentlich eine Leihlösung oder ein kostengünstiges Modell bevorzugte.
Neben dem Barcelona-Verteidiger Héctor Fort, mit dem Dortmund laut „Sky Sport“ bereits direkte Gespräche führte, und dem Turin-Profi Marcus Pedersen stand auch Josh Acheampong konkret auf der BVB-Liste. Der Engländer war zu diesem Zeitpunkt bereits seit 2024 Teil des Chelsea-Profikaders und hatte in der vorangegangenen Saison 30 Partien für die Blues bestritten. Eine finale Entscheidung fiel damals zugunsten anderer Optionen – ein Wechsel von Josh Acheampong zum BVB kam letztlich nicht zustande.
BVB war im Sommer am Chelsea-Talent dran
Dass sich das Interesse an dem Abwehrspieler nicht auf England und Dortmund beschränkte, bestätigt nun auch „TeamTalk“. Josh Acheampong ist ein Eigengewächs der bekannten Cobham-Akademie und stand im Laufe des Jahres 2026 bei zahlreichen europäischen Vereinen auf dem Zettel. Besonders konkret wurde es beim Transfer von Maxence Lacroix zum FC Chelsea: Crystal Palace versuchte, Josh Acheampong als Teil dieses Deals einzubinden, scheiterte damit aber. Im vergangenen Sommer erkundigten sich zudem der FC Arsenal, der FC Liverpool, Newcastle United und der AFC Bournemouth nach seiner Situation. International sollen sich in den vergangenen zwölf Monaten auch der FC Bayern München und der SSC Neapel nach dem englischen U21-Nationalspieler erkundigt haben – neben eben Borussia Dortmund.
Der FC Chelsea machte seine Position in dieser Angelegenheit früh deutlich. Bereits im Juni stellten die Blues klar, dass sie keinerlei Interesse an einem Abschied von Josh Acheampong haben. Stattdessen soll sein aktueller Vertrag, der eigentlich noch bis 2029 läuft, um bis zu sechs weitere Jahre verlängert werden. Auch Trainer Xabi Alonso gilt als großer Bewunderer des Verteidigers und betrachtet ihn als wichtigen Teil seines Kaders für die kommenden Jahre. Besonders seine Vielseitigkeit, sowohl im Zentrum als auch auf der rechten Abwehrseite spielen zu können, macht ihn für den Trainer besonders wertvoll.

In der laufenden Saison bestätigt Josh Acheampong diesen Status mit solider Spielzeit: In der Premier League absolvierte er bereits vier von fünf möglichen Partien, dabei stand er knapp die Hälfte der gesamten Spielzeit auf dem Platz. Der FC Chelsea hat bereits mehrere Anfragen für den Abwehrspieler abgelehnt und will seine Position durch die angestrebte Vertragsverlängerung nun zusätzlich festigen.
Für Borussia Dortmund dürfte sich die Ausgangslage mit einer möglichen Verlängerung also deutlich verschlechtern. Schon im vergangenen Sommer hatte sich der BVB letztlich gegen eine Verpflichtung von Josh Acheampong entschieden und stattdessen andere Kandidaten bevorzugt – wohl auch aufgrund des Wechsel-Vetos der Londoner. Sollte der FC Chelsea seinen Plan nun tatsächlich umsetzen, würde ein möglicher Wechsel des Engländers in absehbarer Zeit noch unwahrscheinlicher werden, als er es ohnehin schon ist.
