BVB-Arbeitssieg in Aserbaidschan: Fortschritte im Minimalbereich

Manuel Behlert

Dank Serhou Guirassy hat Borussia Dortmund am 3. Spieltag der UEFA Champions League den zweiten Sieg eingefahren. Beim 2:1 in Aserbaidschan gegen Sabah hat der Stürmer doppelt geknipst. 

Nach dem Spiel zeigten sich die Protagonisten recht zufrieden mit dem Ergebnis, aber vor allem die vielen Ballverluste, insbesondere in Führung, waren etwas, das sauer aufstieß. „Und das ist das, was wir eigentlich aus diesem Spiel mitnehmen müssen, das darf nicht passieren“, erklärte Niko Kovac nach dem Spiel.

Auch Gregor Kobel war ein wenig frustriert: „Ich glaube, es war schwerer, als es hätte sein müssen. Wir hatten Chancen, auch früher schon mehr Tore zu machen. Wir haben sehr viele Chancen herausgespielt, das war sehr positiv für uns, klar. Am Ende war es schade, wir hätten Spiel früher entscheiden können. Dann wurde es noch einmal knapp, der Gegner war dann wieder dran. Aber wir müssen den Deckel früher draufmachen, klar.“

BVB nur mit wenigen guten Phasen

Und in der Tat hat nicht viel gefehlt, dann wäre es wieder ein frustrierendes Ergebnis für die Dortmunder geworden. Die Anfangsphase war der Mutmacher und der klare Fortschritt nach den Spielen gegen Bodö/Glimt und Union Berlin, in denen der BVB nicht einmal ein Tor schoss.

Sabah FC, Borussia Dortmund
Foto: IMAGO

Am Anfang funktionierte die Kovac-Spielidee nämlich. Carney Chukwuemeka brachte seine Dynamik ein, Fabio Silva war zwar erneut glücklos im Abschluss, aber kreiste viel um Guirassy herum und riss dadurch Lücken.

Dortmund hatte Zugriff, ließ Sabah nicht gewähren und traf auch völlig verdient. Nur um dann nach 25 Minuten genau in die Muster zurückzufallen, die in den letzten Spielen als Problem augenscheinlich wurden. Das Tempo ging verloren, die Stringenz fehlte. Und mir ihr dann auch sofort die Souveränität.

Der BVB hat es „geschafft“, den Gegner zurück in das Spiel zu holen und ihn aufzubauen. Genau das sollte eigentlich nicht passieren. Man kann sicher argumentieren, dass Dortmund mehr Chancen hatte und auch mehr Tore hätte schießen können, aber gegen einen Gegner, der bei einfachsten Mitteln schon überfordert war, kann das nicht das sein, was man mitnimmt.

Kurzum: Es gibt viel zu tun. Und trotzdem kann man anmerken, dass das Ergebnis am Ende das ist, was hervorsticht, wenn man ein Resümee zieht.

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