Borussia Dortmund hat den Vertrag mit Niko Kovac erst kürzlich bis 2029 verlängert. Doch trotz des langfristigen Bekenntnisses zum Cheftrainer haben sich die Schwarz-Gelben offenbar für den Fall einer vorzeitigen Trennung abgesichert.
Wie die Sport BILD berichtet, enthält der neue Vertrag des 55-Jährigen eine besondere Klausel, die dem BVB im Falle einer Entlassung finanzielle Vorteile verschafft. Demnach würde Kovac bei einer vorzeitigen Freistellung nicht sein komplettes ausstehendes Gehalt erhalten.
Die sogenannte Feuerklausel sieht vor, dass der Vertrag bei einer Trennung umgehend aufgelöst wird. Statt der gesamten noch ausstehenden Bezüge müsste Borussia Dortmund lediglich die Hälfte des Restgehalts auszahlen. Damit könnte der Klub im Ernstfall mehrere Millionen Euro einsparen.
BVB sichert sich gegen teure Kovac-Entlassung ab
Besonders interessant: Sollte sich der BVB zum Ende einer Saison von Kovac trennen, würde der Kroate laut dem Bericht lediglich noch ein volles Jahresgehalt erhalten. Sein Grundgehalt soll bei rund fünf Millionen Euro jährlich liegen.
Neben dieser Absicherung enthält der Vertrag auch lukrative Erfolgsprämien. Für den Gewinn der deutschen Meisterschaft oder der Champions League würde Kovac jeweils 1,2 Millionen Euro kassieren. Ein Triumph im DFB-Pokal wäre demnach mit weiteren 500.000 Euro dotiert.
Die Vertragsgestaltung zeigt, dass Borussia Dortmund einerseits langfristig mit Kovac plant, gleichzeitig aber auch auf mögliche sportliche Rückschläge vorbereitet sein möchte.
BVB-Bosse setzen weiterhin auf Kovac

Aktuell gibt es allerdings keinerlei Anzeichen für eine bevorstehende Trennung. Im Gegenteil: Die Verantwortlichen hatten die Vertragsverlängerung zuletzt ausdrücklich mit der positiven sportlichen Entwicklung begründet.
Seit seiner Amtsübernahme im Frühjahr 2025 hat Kovac den BVB wieder in die Erfolgsspur geführt. In 53 Bundesliga-Partien holte der Kroate mit seiner Mannschaft 114 Punkte und kommt damit auf einen beeindruckenden Schnitt von 2,15 Zählern pro Spiel.
Geschäftsführer Sport Lars Ricken betonte bei der Verlängerung: „Die Verlängerung mit Niko ist auch ein klares Zeichen für Konstanz und Stabilität bei Borussia Dortmund.“
Auch Kovac selbst zeigte sich ambitioniert: „Entscheidend ist, dass wir uns nicht mit dem Erreichten zufriedengeben, sondern jeden Tag daran arbeiten, besser zu werden.“
Mit dem neuen Vertrag setzt der BVB somit auf Kontinuität, ohne sich finanziell vollständig an seinen Trainer zu binden. Sollte die sportliche Entwicklung wider Erwarten ins Stocken geraten, haben die Dortmunder bereits vorgesorgt.
