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Wechselt Mario Götze nach Frankreich?

Mario Götze
Foto: Sebastian Widmann/Bongarts/Getty Images

Mario Götze war einst das größte Talent des deutschen Fußballs. Sein Wechsel zum FC Bayern München sorgte vor Jahren für gewaltiges Aufsehen bei den Fans des BVB. Doch das hochgelobte Talent konnte die hochgesteckten Erwartungen des deutschen Rekordmeisters nicht erfüllen. Selbst sein Siegestor im Finale der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien brachte ihm nicht den erhofften Schub, um seine Karriere in lichte Höhe zu befördern.

Zwei Jahre später zog es ihn zurück nach Dortmund. Nun ist dieser Abschnitt seiner Karriere ebenfalls beendet. Er konnte sich mit seinem Verein nicht über einen neuen Vertrag einigen und verlässt daher den BVB. Der Vertragspoker zog sich bereits längere Zeit hin, am Ende entschloss sich der Verein, Götze gehen zu lassen. Der 28-Jährige ist ablösefrei zu haben, dementsprechend leicht sollte es für ihn werden, einen neuen attraktiven Verein zu finden. Zahlreiche von ihnen haben bereits Interesse bekundet. So wollte die Gerüchtebörse bereits von Anfragen aus der spanischen und der italienischen Liga wissen. Doch möglicherweise wechselt Götze nun nach Frankreich. Beim AS Monaco ist man offenbar sehr daran interessiert den Deutschen an Bord zu holen.

Zwei Persönlichkeiten, ein Schicksal

Bei dem französischen Top-Team würde Mario Götze auf einen alten Bekannten aus der Deutschen Fußball-Bundesliga treffen. Immerhin ist dort seit kurzem Niko Kovač, der ehemalige Trainer des FC Bayer München, tätig. Der soll den ehemaligen UEFA Champions-League-Finalisten wieder auf Vordermann bringen. Die Chancen dafür sind zumindest laut den Experten durchaus vorhanden. So schätzen die Buchmacher AS Monaco derzeit als viertstärkste Mannschaft für die nächste Saison ein. Auf Betway Fußball Wetten erhält das Team eine Quote von 51 (Stand 26.8.) auf den Gewinn der Meisterschaft in der Ligue 1. Das wäre schon eine deutliche Verbesserung zur abgelaufenen Saison, wo die Monegassen lediglich Platz neun erreichten. Gleich zum Auftakt der neuen Saison konnte Kovač mit seinem Team nur knapp einen Fehlstart vermeiden. Nach einem 0:2 Rückstand gelang dem AS Monaco doch noch der Ausgleich. Auf Kovač, der den Klub erst vor wenigen Wochen übernommen hatte, kommt noch viel Arbeit zu. Dabei helfen soll ihm nun offenbar ein Leidensgenosse.

Mario Götze
Foto: Federico Guerra Moran / Shutterstock.com

Genau wie Mario Götze war auch Niko Kovač mit großen Erwartungen zu Bayern München gekommen und schlussendlich doch gescheitert. Glaubt man französischen Medienberichten, dann soll der Ex-Trainer des FC Bayern München großes Interesse an Götze gezeigt haben. Der steht scheinbar auf der Wunschliste des Kroaten ganz oben. Angeblich gab es bereits erste Gespräche zwischen dem Weltmeister von 2014 und dem AS Monaco, wie Spox zuletzt berichtete. Entsprechende Gerüchte wollte der Klub jedoch nicht kommentieren. Ein Dementi sieht jedenfalls anders aus. Sollte sich die Vermutungen bewahrheiten, werden die finanziellen Bedingungen wohl einen Knackpunkt darstellen.

Italien, Spanien oder Frankreich

Immerhin soll Mario Götze zuletzt in Dortmund sieben Millionen Euro pro Jahr verdient haben. Einen Vertrag in dieser Größenordnung stellt sich der Ex-Teamspieler angeblich auch für die Zukunft vor. Darüber hinaus soll Götze auch schon eine Grundsatzentscheidung getroffen haben. Einen Wechsel in die USA zu David Beckhams Klub Inter Miami oder nach China hat er angeblich für sich ausgeschlossen. Er möchte in Europa bleiben. Seine Berater hören sich bei europäischen Klubs um, infrage kommen die attraktiven Ligen in Italien, Frankreich oder Spanien. Schon vor Monaten gab es beispielsweise Angebote mehrerer Vereine aus der Serie A. Ein Engagement in Monaco könnte gleich mehrere Forderungen des Ex-BVB-Stars erfüllen. Ihm winken mehr Spielzeit, eine tragende Rolle im Team und eine Gage, die seinen Vorstellungen entspricht.

Wo Mario Götze schlussendlich seinen Platz finden wird, ist also weiter offen. Kenner der Situation, wie der ehemalige BVB-Spieler Michael Rummenigge sahen seine Zukunft schon vor Monaten bei einem Verein der Kategorie B. Er machte eine finanzielle Übersättigung des Weltmeisters von 2014 für dessen Karriereknick verantwortlich. Immerhin galt Götze einst als größtes Talent im deutschen Fußball. Davon ist nicht mehr viel übriggeblieben. Es liegt jetzt an ihm, seiner Karriere neuen Schwung zu verleihen. Dazu müsste er allerdings wieder an Schnelligkeit zulegen und endlich seinen Platz als Regisseur finden. Gut möglich, dass ein Wechsel ins Ausland jene Motivation freilegt, die notwendig ist, um wieder im Konzert der ganz Großen mitzuspielen.