Bundesliga

2:4-Pleite: BVB verliert wildes Spiel bei Borussia Mönchengladbach

Mats Hummels
Foto: Getty Images

In einem insbesondere in der ersten Halbzeit wilden Fußballspiel musste Borussia Dortmund in Mönchengladbach eine Niederlage hinnehmen. Der BVB verlor im Borussia-Park mit 2:4 (2:3) gegen die Fohlenelf. Für die Heimmannschaft trafen Hofmann (4. Minute), Bensebaini (27.), Thuram (30.) und Koné (46.), für die Gäste Brandt (19.) und Schlotterbeck (40.).



Im Vergleich zur 0:2-Niederlage beim VfL Wolfsburg wechselte Terzić doppelt. Can und Reyna ersetzten Adeyemi und Özcan (beide Bank). Insgesamt acht Profis standen dem BVB-Trainer gegen die Elf vom Niederrhein nicht zur Verfügung.

Kalte Dusche für die Schwarz-Gelben gleich zu Beginn der Partie. Weigl passte auf Stindl, der den Ball auf den diagonal in den Strafraum einlaufenden Hofmann spielte. Süle und Schlotterbeck ließen im Zentrum zu viel Platz und der Gladbacher Mittelfeldmann schob das Leder flach aus gut 15 Metern zum 1:0 ins linke Eck (4. Minute).

Die Dortmunder mussten erst einmal den Schock des frühen 0:1 verdauen. Doch das machten sie gut. Bellingham schlug in der 19. Minute einen weiten Traumpass in den Mönchengladbacher Strafraum. Dort nahm Brandt den Ball auf Höhe des Elfmeterpunktes mit dem Oberschenkel an und versenkte ihn aus der Drehung zum Ausgleich ins Netz.

Nur vier Minuten später besaßen die Gastgeber nach einem Ausrutscher von Schlotterbeck eine vorzügliche Kontersituation. Doch Hofmann und Thuram spielten eine Zwei-zu-eins-Situation unsauber aus. Genauer machte es die Fohlenelf in der 27. Minute. Hofmanns Freistoß beförderte Bensebaini per Kopf auf Höhe des Fünfmeterraumes zum 2:1 in die Maschen des Dortmunder Tores.

Die Dortmunder Defensive rückte immer sehr weit raus. Stindl nutzte das aus und schickte Thuram, der knapp hinter der Mittellinie loslief. Kein Borusse war in der Lage, dem Franzosen zu folgen. Thruam umkurvte Kobel und schob zum 3:1 ein (30.). Fast der Anschluss in der 34. Minute, aber Bensebaini blockte den Schuss von Moukoko aus wenigen Metern gerade noch ab.

Das Torfestival ging weiter. Nach einer Ecke kam Süle zum Kopfball, den Olschowsky nach vorne abwehrte. Dort stand Schlotterbeck und hämmerte das Leder aus spitzem Winkel ins Tor: 3:2 nach 40 Minuten. Und dann wäre fast das 3:3 gefallen: Eine Hereingabe durch Reyna von der rechten Seite landete bei Malen, der aus kurzer Entfernung an Olschowsky scheiterte (44.).

Fünf Tore in der ersten Hälfte – und doch hätten noch weitere Treffer fallen können. Beide Teams setzten voll auf Offensive und vernachlässigten dabei jedoch ihre Abwehr.

BVB nach der Pause eiskalt erwischt

Der Minutenzeiger der Uhr hatte noch keine volle Umdrehung absolviert, da klingelte es zum vierten Mal im Tor von Kobel. Hofmann spielte von rechts in die Mitte und fand dort Koné. Der Sechser des VfL nahm den Ball an, lief ein paar Meter und vollendete links unten zum 4:2 (46.).

Allein vor Kobel verpasste Thruam in der 52. Minute das 5:2. Da fehlten nur Zentimeter. Der fünfte Gladbacher Treffer fiel dann durch Hofmann in der 69. Minute – vermeintlich. Doch der VAR meldete sich. Schiedsrichter Jablonski sah sich die Videobilder an und entschied nach einem Foul von Thuram an Hummels zu Recht auf Freistoß für den BVB.

Keine gute Woche für Hummels: Erst nominierte ihn der Bundestrainer nicht für die WM in Katar, dann griff er sich nach einer Grätsche an den rechten Oberschenkel und musste vom Platz. Für ihn kam in der 78. Minute Papadopoulos.

Die Heimelf ließ den Gästen in der Schlussphase vermehrt den Ball, die jedoch nur wenig damit anzufangen wussten. So blieb es beim 4:2 für den VfL.

Der BVB kassierte in beiden Hälften zwei frühe Gegentreffer. Die Dortmunder Abwehr rückte besonders in den ersten 45 Minuten zu weit auf und war damit für Mönchengladbacher Konter offen. Auffällig, dass die Dortmunder, wie schon in Wolfsburg, rund neun Kilometer weniger liefen als der Gegner.

BVB: Kobel – Süle, Hummels (78. Papadopoulos), Schlotterbeck (59. Modeste), Guerreiro – Bellingham, Can (59. Özcan) – Malen (71. Adeyemi), Brandt, Reyna (46. Hazard) – Moukoko

Mönchengladbach: Olschowsky – Scally, Friedrich, Elvedi, Bensebaini – Weigl, Koné (88. Itakura) – Hofmann (90.+4 Netz), Kramer (46. Herrmann), Stindl (90. Ngoumou) – Thuram

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