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„Ein anderes Land gewünscht“: BVB-Star Nico Schlotterbeck über die WM, Reus und Hummels

Nico Schlotterbeck
Foto: Getty Images

Am Mittwoch startet auch die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in die umstrittene WM in Katar. Ob BVB-Verteidiger Nico Schlotterbeck (22) gegen Japan (14 Uhr) in der Anfangself steht, ist noch ungewiss. Viele rechnen mit einer Innenverteidigung aus Niklas Süle (27) und Antonio Rüdiger (29). Doch Schlotterbeck „will einen Mehrwert für die Mannschaft bringen – ob von der Bank oder von Beginn an“.



In einem Interview mit „Sport1“ erklärt Schlotterbeck, dass es für ihn als „Neuling“ nicht angebracht sei, „Startelf-Ansprüche zu stellen“. Doch er möchte „der Mannschaft so viel geben, dass wir uns im Training immer zu Höchstleistung antreiben“. Japan werde ein starker Gegner werden, vermutet der 1,91 Meter große Abwehrmann. „Sie sind sehr laufstark und gut mit dem Ball“, schwärmt er von den Stärken der „Blue Samurai“, von denen einige aus der Bundesliga gut bekannt sind. Doch davon dürfe sich die deutsche Elf nicht einschüchtern lassen, sondern müsse selbstbewusst auftreten. „Wir wollen aber vor allem unser Spiel durchziehen“, betont der sechsmalige Nationalspieler.

Schlotterbeck gesteht, dass er sich für die Weltmeisterschaft „ein anderes Land“ als Katar gewünscht habe. „Aber dafür können wir Spieler nichts. Ich habe trotzdem Bock darauf, mich mit den besten Fußballern zu messen.“ „Irritierend“ findet er die bizarre Pressekonferenz des FIFA-Präsidenten Giovanni Infantino (52) zu Beginn des Turniers. Er habe „ein bisschen darüber gelesen“, sagt der BVB-Verteidiger, „das reicht dann auch“.

„Tut mir persönlich brutal weh“

Der gebürtige Waiblinger bedauert, dass Marco Reus die WM aus Verletzungsgründen verpasst. So sei der 33 Jahre alte Kapitän der Borussia „ein überragender Mensch und ein Weltklasse-Fußballer“. Er mache „nur Topspiele“ und bei ihm sehe „alles so geschmeidig aus“. Schlotterbeck leidet mit dem Routinier: „Es tut mir persönlich brutal weh, dass er nicht dabei ist. Er hätte uns als Mannschaft so viel gebracht.“ Allerdings sei es wichtig, „dass er gesund wird und dann eine Top-Rückrunde mit dem BVB spielt“.

Reus ist nicht der einzige Star der Schwarz-Gelben, der in Katar nicht am Start ist. Auch Mats Hummels (33) fehlt bei dem Turnier. Dazu bekennt Schlotterbeck, dass er „die Hintergründe nicht“ kenne. „Deshalb ist es sehr schwer für mich, das einzuordnen. Das ist auch nicht mein Job, sondern der des Bundestrainers.“

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