BVB News

„Immer positiv“ bleiben: So meistert Felix Passlack seine Rolle als Bankdrücker

Felix Passlack
Foto: imago images

Felix Passlack befindet sich auf Abschiedstour. Im Sommer wechselt der 24 Jahre alte BVB-Profi zum Reviernachbarn nach Bochum. Beim VfL will er das erreichen, was ihm in Dortmund all die Jahre verwehrt geblieben ist: Er möchte Stammspieler werden.



Wie man Titel gewinnt, weiß Passlack. 2014 und 2015 holte er mit den B-Junioren der Schwarz-Gelben die Deutsche Meisterschaft, 2016 und 2017 dann mit der U19. Die Meisterschaft in der Regionalliga feierte er mit der U23 in der Saison 2020/21. Bei den Siegen im DFB-Pokal 2017 und 2021 gehörte er zum Kader. Selbst bei seinem Abstecher in die englische Championship durfte er 2019 jubeln, und zwar über den Aufstieg mit Norwich City. Der Gewinn der Deutschen Meisterschaft wäre der perfekte Abschied für den Titelsammler aus Bottrop.

Der damalige BVB-Trainer Thomas Tuchel (49) beförderte Passlack zu den Profis. Im März 2016 debütierte er als 17-Jähriger beim 2:0-Auswärtserfolg gegen Darmstadt 98 in der höchsten deutschen Spielklasse. Zwei weitere Einsätze folgten noch in der Saison 2015/16. Trotz des verheißungsvollen Beginns sollte ihm der endgültige Durchbruch in Dortmund verwehrt bleiben. Auch Leihen zur TSG Hoffenheim, nach Norwich und zu Fortuna Sittard änderten nichts daran.

„Das bin einfach ich“

Sein Trainer Edin Terzić (40) hält eine Menge von seinem Schützling. „Felix ist einer meiner absoluten Lieblinge“, verriet er auf der Pressekonferenz vor der Partie gegen Borussia Mönchengladbach (13. Mai, 18.30 Uhr). Doch auch unter Terzić verbesserte die Situation Passlacks nicht. Der BVB-Coach weiß von der misslichen Lage des 24-Jährigen. „Wir durften sehr viel Zeit miteinander verbringen“, erklärte er, „aber aktuell bin ich sein Trainer und musste ihn in den letzten Monaten und Jahren sehr oft trösten und enttäuschen.“

Im Rahmen von Brinkhoff’s Ballgeflüster offenbarte Passlack, wie er mit seinem Reservistendasein umgeht: „Ich habe kein Erfolgsrezept dafür, immer positiv zu sein. Ich glaube, das bin einfach ich und ist meine Persönlichkeit. Es bringt weder mir noch der Mannschaft etwas, wenn ich mit schlechter Laune herumlaufe.“ Schließlich wolle er „andere nicht mit meiner negativen Energie herunterziehen“, betonte der Außenverteidiger. „Bei uns ist es wichtig, dass wir die Energie auf den Platz bringen und in der Kabine haben. Ich habe jeden Tag versucht, Vollgas zu geben und den Jungs zu zeigen, dass es nur so geht.“

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments