Nach frühem CL-Aus: Watzke kündigt harten Sparkurs beim BVB an

Nach finanziellen Einbußen und dem frühen Champions-League-Aus muss Borussia Dortmund den Gürtel enger schnallen. Der BVB plant deutliche Einsparungen – auch bei den Spielergehältern.

Borussia Dortmund reagiert auf eine angespannte finanzielle Situation und plant umfassende Einsparungen. Präsident Hans-Joachim Watzke hat klare Vorgaben gemacht, nachdem sich für das Geschäftsjahr 2025/26 ein deutlicher Verlust zwischen zwölf und 22 Millionen Euro abzeichnet.

Hauptursache für die Entwicklung sind unter anderem fehlende Einnahmen aus der Champions League. Nach dem frühen Aus gegen Atalanta Bergamo bleiben wichtige Erlöse aus, die zuvor fest eingeplant waren. Entsprechend wächst der Handlungsdruck auf die Verantwortlichen.

Watzke formulierte die Marschroute gegenüber den Ruhr Nachrichten unmissverständlich: „Wir müssen, und das macht Carsten Cramer (Sprecher der BVB-Geschäftsführung, Anm. d. Red.) herausragend, unsere Erlösquellen weiter nach oben schrauben.“ Parallel dazu soll konsequent an der Kostenseite gearbeitet werden. „Und ich habe unserer Geschäftsführung auch klar mitgeteilt, dass wir ein sehr rigides Kostenmanagement betreiben müssen, was die Gesamt-Verwaltungskosten hier angeht.“

Personalkosten beim BVB auf Rekordniveau gestiegen

Konkret geht es um spürbare Einschnitte im Budget. Der Klub müsse „versuchen, acht bis zehn Prozent der Kosten grundsätzlich einzusparen.“ Trotz der aktuell schwierigen Lage zeigt sich der 66-Jährige überzeugt vom eingeschlagenen Weg: „Ich vertraue dieser Geschäftsführung zu 100 Prozent.“ Zuletzt habe der BVB immer schwarze Zahlen geschrieben. Gleichzeitig räumt er ein: „Dieses Jahr sieht das anders aus.“

Fabio Silva, Julian Brandt und Julian Ryerson
Foto: IMAGO

Ein zentraler Ansatzpunkt sind die Personalkosten, die laut den Ruhr Nachrichten zuletzt bei rund 268 Millionen Euro gelegen haben sollen und damit über den Werten vergangener Jahre. Intern gilt insbesondere das Gehaltsniveau der Profimannschaft als zu hoch, weshalb auch hier Anpassungen möglich erscheinen.

Obwohl Dortmund weiterhin als wirtschaftlich solide gilt, macht die aktuelle Entwicklung deutlich, dass selbst finanziell starke Vereine nicht immun gegen sportliche Rückschläge und deren Folgen sind. Der nun eingeleitete Sparkurs soll helfen, die Balance wiederherzustellen und den Klub langfristig stabil aufzustellen.

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