Bitter: Niko Kovac verkündet Saison-Aus für wichtigen BVB-Spieler

Zwei Spiele noch. Dann ist die Saison 2025/26 für Borussia Dortmund Geschichte. Am Freitag (8. Mai, 20:30 Uhr) öffnen gegen Eintracht Frankfurt zum letzten Mal die Tore des Signal Iduna Parks.

In den vergangenen Partien lief es für die Profis in Schwarzgelb nicht so wie erhofft. Nach einer fast makellosen Bilanz von nur zwei Niederlagen an den ersten 28 Spieltagen – bezeichnenderweise beide gegen Tabellenführer Bayern München – ist der BVB zuletzt eingebrochen. In den vergangenen vier Begegnungen kassierte Dortmund gegen Leverkusen, Hoffenheim und zuletzt Gladbach gleich drei weitere Pleiten.

Zuletzt fuhr die Borussia eine 0:1-Schlappe in Mönchengladbach ein. Auf der Pressekonferenz am Mittwoch vor dem Frankfurt-Spiel bemängelt Niko Kovac (54) die fehlende Mentalität seiner Elf. Der BVB-Coach vermisst den unbedingten Willen und die Leidenschaft, jeden Zweikampf für sich zu entscheiden. „Wir haben es nicht verstanden dort so dagegen zu halten, wie man es in einem Bundesligaspiel machen muss“, nimmt er kein Blatt vor den Mund. Insbesondere im Kampf um die zweiten Bälle habe seine Mannschaft immer wieder den Kürzeren gezogen und die nötige Galligkeit vermissen lassen, monierte der Chef-Trainer.

Ob es gegen die Hessen zur Rückkehr der zuletzt angeschlagenen Karim Adeyemi (24), Niklas Süle (30) und Felix Nmecha (25) kommt, ist aktuell noch offen. Die besten Chancen auf eine Rückkehr in den Spieltagskader bestehen wohl bei Adeyemi.

Unruhe in Frankfurt

Eine schlechte Nachricht musste Kovac aber auch überbringen. So fällt Ramy Bensebaini (31) gegen Frankfurt definitiv aus. Für die Partie bei Werder Bremen (16. Mai, 15:30 Uhr) sehe es für den Verteidiger ebenfalls nicht gut aus, fürchtet der BVB-Coach.

Zum nächsten Gegner hat Kovac immer noch eine besondere Verbindung. In der Saison 2017/18 holte er mit den Adlerträgern den DFB-Pokal. Trotz der Unruhe um seinen Kollegen Albert Riera (44) sei am Main „die Erwartungshaltung sehr groß“, weiß der 54-Jährige aus eigener Erfahrung. Doch das kümmere ihn nicht, denn: „Wir schauen auf uns.“

Niko Kovac und Julian Brandt
Foto: IMAGO

Zu möglichen Zu- oder Abgängen hält sich Kovac bedeckt. „Es ergibt keinen Sinn jeden Namen zum kommentieren“, sagt er kurz und bündig. Dass Julian Brandt (30) den Verein verlässt, steht dagegen schon länger fest. Ob er den langjährigen Dortmunder bei seinem letzten Auftritt vor heimischer Kulisse bringen werde, will der Fußballlehrer jedoch nicht verraten. „Wenn ich jetzt was sagen würde, wüssten das auch alle“, erklärt er vielsagend.

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