Schlotterbeck-Klausel? BVB-Boss schießt gegen Journalisten

Nach der Vertragsverlängerung von Nico Schlotterbeck bis 2031 reißen die Spekulationen um mögliche Ausstiegsklauseln nicht ab. Nun hat sich BVB-Geschäftsführer Carsten Cramer ausführlich zu den Gerüchten geäußert.

Borussia Dortmunds Geschäftsführer Carsten Cramer hat sich in einem ausführlichen Auftritt im „TOMorrow Business Podcast“ zu den anhaltenden Spekulationen um Nico Schlotterbeck und mögliche Ausstiegsklauseln geäußert. Fast zwei Stunden sprach der designierte Nachfolger von Hans-Joachim Watzke über aktuelle Themen rund um den BVB – dabei rückte auch die Vertragsverlängerung des Nationalspielers bis 2031 in den Fokus.

Rund um die Unterschrift Schlotterbecks hatte es zuletzt zahlreiche Berichte über eine angeblich kurzfristig greifbare Ausstiegsklausel gegeben. Demnach soll der Innenverteidiger trotz seiner langfristigen Verlängerung bereits in diesem Sommer zu ausgewählten europäischen Spitzenklubs wechseln können. Als mögliche Vereine wurden unter anderem der FC Barcelona, Real Madrid sowie der Liverpool FC genannt.

Cramer reagierte auf diese Berichterstattung mit einer deutlichen Spitze gegen die Medien. „Du bist jetzt der 23. oder 24. Journalist, der es nicht geschafft hat, die Vertragskonstellation zu einhundert Prozent zutreffend wiederzugeben“, erklärte der BVB-Geschäftsführer im Gespräch mit Podcast-Host Tom Junkersdorf. Gleichzeitig betonte er, dass bislang niemand die tatsächliche Vereinbarung korrekt dargestellt habe.

Zukunft von Schlotterbeck bleibt trotz neuen BVB-Vertrag offen

Inhaltlich wollte sich Cramer zwar nicht konkret zu Schlotterbecks Vertrag äußern, verteidigte aber grundsätzlich die Nutzung von Ausstiegsklauseln im modernen Fußballgeschäft. „Die Ausstiegsklausel an sich als Stilmittel in Verträgen per se zu verdammen, ist okay, aber realitätsfremd“, sagte der 57-Jährige. Es werde immer wieder Situationen geben, in denen Vereine auf besondere Vertragsbedingungen eingehen müssten.

Nico Schlotterbeck
Foto: IMAGO

Nach Ansicht des Dortmund-Bosses können entsprechende Klauseln sowohl dem Klub als auch dem Spieler Vorteile verschaffen. „Es kann dann auch mal sein, dass Ausstiegsklauseln zum Werkzeug des Vereins oder des Spielers dazugehören. Wie und wann wir sie wo einsetzen, werden wir nicht kommentieren.“

Die Aussagen Cramers dürften die Diskussionen um Schlotterbecks Zukunft dennoch weiter anheizen. Denn obwohl der 26-Jährige erst vor kurzem langfristig verlängert hat, ließ der BVB-Boss offen, ob es tatsächlich eine besondere Wechseloption für internationale Top-Klubs gibt.

Diesen Artikel teilen