Nach dem angekündigten Karriereende von Niklas Süle kommen überraschende Details aus seiner Jugend ans Licht. Der Ex-BVB-Profi wäre beinahe als Stürmer beim 1. FC Nürnberg gelandet.
Niklas Süle beendet im Sommer seine Karriere – und mit ihr geht eine Laufbahn zu Ende, die beinahe einen völlig anderen Verlauf genommen hätte. Denn lange bevor der heutige Innenverteidiger beim FC Bayern München Titel sammelte oder mit Borussia Dortmund in der Champions League spielte, stand offenbar ein Wechsel zum 1. FC Nürnberg bevor. Dort hatte man mit dem damals 14-Jährigen jedoch überraschend andere Pläne.
Wie die Sport Bild berichtet, war sich Süle im Jahr 2010 mit dem Club bereits über einen Transfer einig. Der damalige Nachwuchsspieler von Darmstadt 98 sollte in Franken allerdings nicht als Verteidiger aufgebaut werden. Nürnberg plante vielmehr, den großgewachsenen Teenager als Stürmer auszubilden.
Zum Wechsel kam es letztlich trotzdem nicht. Ausschlaggebend war laut Bericht, dass Süle keinen Platz an der kooperierenden Bertolt-Brecht-Schule erhielt. Seine Eltern verhinderten daraufhin den Umzug nach Franken. Stattdessen wechselte er später zur TSG Hoffenheim – zunächst ebenfalls als Angreifer.
Niklas Süle mit schwieriger BVB-Zeit
Dass Süle tatsächlich einst als Torjäger galt, bestätigte sein Vater Georg bereits vor Jahren in einem Interview. „In der F-Jugend hat er in einer Saison 100 Tore geschossen“, erinnerte er sich damals. Erst eine personelle Notlage in Hoffenheims Jugend brachte die Wende. „Dann fielen in der U15 die Innenverteidiger aus, Niklas sprang ein, köpfte hinten alles raus und blieb Innenverteidiger.“

Der Positionswechsel wurde zum Glücksfall. Über Hoffenheim schaffte Süle den Sprung in die Bundesliga, ehe ihn der FC Bayern 2017 verpflichtete. Dort gewann er unter anderem fünf deutsche Meisterschaften sowie 2020 die Champions League. 2022 wechselte der 49-malige Nationalspieler ablösefrei zu Borussia Dortmund.
Beim BVB konnte der 30-Jährige die hohen Erwartungen allerdings nur selten erfüllen. Verletzungen und wiederkehrende Diskussionen um Fitness und Gewicht begleiteten seine letzten Karrierejahre. Vor wenigen Tagen machte Süle schließlich öffentlich, dass er seine Laufbahn nach der Saison beendet. So endet die Karriere eines Spielers, der beinahe als Stürmer in Nürnberg gelandet wäre – und stattdessen als Innenverteidiger zu den erfolgreichsten deutschen Fußballern seiner Generation wurde.

