Nach geplatztem Inter-Wechsel: BVB-Flirt Khalaili wieder auf dem Markt

Der Wechsel schien bereits in trockenen Tüchern. Inter Mailand und Anan Khalaili: Das sah nach einem perfekten Match aus. Doch dann rasselte der 21 Jahre alte Mittelfeldmann von Union Saint-Gilloise durch den Medizincheck.

In den vergangenen beiden Spielzeiten absolvierte Khalaili insgesamt 99 Einsätze für die Belgier. Auch dank seiner acht Treffer und elf Torvorlagen etablierte sich der Israeli (16 Länderspiele) als unumstrittene Stammkraft. Aufmerksam auf den flinken Dribbelkünstler wurde auch Borussia Dortmund.

Doch Inter Mailand schien am längeren Hebel zu sitzen. Für eine fixe Ablösesumme von 25 Millionen Euro zuzüglich Bonuszahlungen sicherten sich die Nerazzurri die Dienste Khalailis, hieß es selbst bei Transfer-Guru Fabrizio Romano. Ein Vertrag über fünf Jahre wartete auf den 21-Jährigen aus Haifa. Nur der Medizincheck verhinderte zunächst die offizielle Bekanntgabe des Wechsels in die Serie A.

Genau diese Untersuchung wurde Khalaili aber zum Verhängnis. Das gab Inter-Präsident Giuseppe Marotta (69) jüngst bekannt. Demnach legte das zuständige Italienische Olympisches Komitee (CONI) sein Veto ein. Der Transfer scheiterte noch auf den letzten Metern.

„Ich fühle mich gesund“

„Die Regeln sind sehr streng“, erklärte Marotta. „Es sei keine Entscheidung des Vereins.“ Und weiter: „Wenn das CONI das Zertifikat nicht ausstellt, ist es ihm nicht gestattet, an offiziellen Sportveranstaltungen in Italien teilzunehmen.“ Demnach seien bei der Überprüfung der Herzfunktion Unregelmäßigkeiten festgestellt worden.

Anan Khalaili
Foto: IMAGO

Nun meldete sich der BVB-Kandidat selbst zu Wort. „Ich fühle mich gut, ich fühle mich gesund“, sagte Khalaili laut Football Italia. Er sei „bereit, zu spielen und hart zu trainieren, mein Bestes zu geben“ – und zwar zu „100 Prozent“. „Ich habe in den letzten zwei Jahren 99 Spiele bestritten und dabei fast jedes Spiel 90 Minuten gespielt“, verwies Khalaili auf seine Bilanz für Saint-Gilloise.

Der Israeli besitzt bei USG einen Vertrag bis 2028. Wie es für Khalaili weitergeht, ist aktuell unklar. Genauso, ob nun der BVB noch einmal ins Spiel kommt.

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