Borussia Dortmund ist aus dem Poker um Said El Mala ausgestiegen. Nun könnte ausgerechnet ein Bundesliga-Konkurrent des BVB mit einem Millionen-Angebot für die spektakuläre Transfer-Wende sorgen.
Im Transferpoker um Said El Mala zeichnet sich offenbar die nächste spektakuläre Wendung ab. Nachdem Borussia Dortmund seine Bemühungen um den 19 Jahre alten Offensivspieler des 1. FC Köln beendet hat, könnte nun RB Leipzig ernst machen. Die Sachsen beschäftigen sich intensiv mit einer Verpflichtung des Youngsters.
Nach Informationen von BILD und Sport Bild bereitet Leipzig ein umfangreiches Angebot vor. Demnach stehen 50 Millionen Euro als fixe Ablöse im Raum. Zusätzlich könnten jeweils fünf Millionen Euro durch leichter sowie schwieriger zu erreichende Bonuszahlungen hinzukommen. Auch eine Beteiligung des 1. FC Köln an einem späteren Weiterverkauf soll Teil des Pakets werden.
Bevor RB tatsächlich ein Angebot abgeben kann, benötigt der Klub allerdings noch die Zustimmung des Aufsichtsrats beziehungsweise von Gesellschafter Red Bull. Eine Entscheidung darüber soll noch in dieser Woche fallen. Dass Leipzig auf dem Transfermarkt nachlegen möchte, hatte Trainer Martin Demichelis zuletzt deutlich gemacht. „Wir müssen noch ein paar Spieler holen“, erklärte der 45-Jährige.
Statt zum BVB: Wechselt El Mala nach Leipzig?
Nach dem millionenschweren Abgang von Yan Diomande zu Real Madrid sucht RB insbesondere nach hochkarätiger Verstärkung für die Offensive. Neben El Mala wurde zuletzt auch Diego Moreira von Racing Straßburg mit Leipzig in Verbindung gebracht. Eine angeblich bereits erzielte Übereinkunft wies RB-Sportchef Marcel Schäfer allerdings zurück: „Es gibt keine mündliche oder schriftliche Einigung.“

Ein wichtiger Faktor im Werben um El Mala: Der Spieler selbst soll einem Wechsel nach Leipzig offen gegenüberstehen. Laut BILD sprach er bereits in der Kölner Kabine über einen möglichen Transfer nach Sachsen – noch bevor Dortmund mit seinem letzten Vorstoß endgültig scheiterte.
Beim FC gibt man sich unterdessen weiterhin gelassen. Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler sagte zuletzt: „Deswegen gibt es heute keinen Anlass, daran zu zweifeln, dass Said bleiben wird.“ Eine feste Deadline für einen Verkauf soll es allerdings nicht geben. Klar scheint vielmehr: Je näher das Ende der Transferperiode rückt, desto höher dürfte die finanzielle Hürde werden. Das kolportierte Leipziger Gesamtpaket könnte diese durchaus erreichen.

