Borussia Dortmund hat die Pflichtaufgabe gegen den Hamburg Eimsbütteler Ballspiel Club (HEBC) souverän erfüllt. Nach dem 5:0 (4:0) steht der BVB in der 2. Runde des DFB-Pokals. Es dauerte jedoch bis zur 33. Minute, bis ein Eigentor von Wrede den Bann brach. Svensson (36.), Inácio mit einem Doppelpack (41., 45.+2) und nach der Pause Fábio Silva (59.) stellten den Endstand her.
BVB-Trainer Kovac warf die Rotationsmaschine an und nahm gleich sieben Veränderungen an seiner Startformation vor. Neu in die erste Elf rückten Ersatztorwart Meyer, Mane, Veerman, Albert, Sabitzer, Inácio und Fábio Silva. Sie ersetzten Kobel (nicht im Kader), Gadou, Bellingham, Beier, Karetsas und Guirassy (alle Bank) sowie den verletzten Konstantelias. Zudem musste der Coach auf Bensebaini verzichten, der nach seinem Platzverweis im Franz-Beckenbauer-Supercup gegen Bayern München (1:2) eine Rotsperre absitzt.
Im Duell mit dem unterklassigen Kontrahenten setzte Kovac auf eine Viererkette. Während Anton und Mane die Innenverteidigung bildeten, sollten Ryerson und Svensson als Außenbahnspieler auch offensiv Akzente setzen.
Mutiger Beginn des Außenseiters. Der HEBC versteckte sich nicht und suchte mit schnellen Kontern Weg nach vorne. Jede gelungene Abwehraktion des Fünftligisten bejubelten die Zuschauer lautstark.
Der BVB kam zwar auf fast 75 Prozent Ballbesitz, tat sich aber gegen sich tapfer wehrende Hamburger schwer. Wenn die Dortmunder sich gegen das lila-weiße Abwehrbollwerk durchsetzten, stand HEBC-Schlussmann Schoon im Weg. So auch in der 25. Minute, als Nmecha nach einem Querpass von Albert aus elf Metern direkt abzog. Der Torhüter der Hamburger reagierte glänzend und lenkte den Ball über die Latte.
Nach 33 Minuten lag der Ball dann doch im Tor der Amateure. Erzielt hatte den Treffer jedoch kein Dortmunder, sondern Wrede, der eine flache Hereingabe von Ryerson unglücklich über die Linie grätschte.
Nur drei Minuten nach der Führung stellte Svensson auf 2:0 für die Schwarz-Gelben. Wieder war Ryerson mit einem Zuspiel der Ausgangspunkt. Der umtriebige Inácio belohnte sich für seinen engagierten Auftritt mit dem dritten Dortmunder Treffer. Von Sabitzer kam die Kugel zu dem 18-Jährigen, der nicht lang fackelte und auf 3:0 stellte (41.).
Kurz vor dem Pausenpfiff legte Inácio noch einmal nach. Ryerson legte für den Youngster auf, der überlegt von rechts zum 4:0 ins lange Eck einschob (45.+2).
HEBC wehrt sich tapfer
Auch nach Wiederbeginn hielt der BVB das Tempo unverändert hoch. Nach einem Eckball von Svensson kam Beier zu seiner ersten Gelegenheit, setzte den Ball jedoch weit am Kasten vorbei (50.).
Kurz darauf eine Hundertprozentige für den Bundesligisten: Anton stieg im Strafraum hoch, schaffte es aber, den Ball aus kürzester Entfernung per Kopf am Kasten vorbeizusetzen. Das hätte das 5:0 sein müssen.
Doch der fünfte Dortmunder Treffer ließ nicht lange auf sich warten. Veerman setzte sich durch und bediente Fábio Silva, der wohl knapp im Abseits stand. Nichtsdestotrotz schob er den Ball überlegt am eingewechselten HEBC-Keeper Ahmann vorbei ins Tor (59.).

Trotz des deutlichen Spielstandes nahm der BVB keineswegs den Fuß vom Gas, sondern blieb permanent im Vorwärtsgang. Den Hamburgern gelang in dieser Phase – anders als noch in den ersten 30 Minuten – keine Entlastung mehr.
Auch als Karetsas in der 82. Minute die kurze Ecke ins Visier nahm, fand er in Ahmann seinen Meister. Der Schlussmann passte gut auf und klärte den Ball zur Ecke.
Die letzte Szene gehörte wieder den Schwarz-Gelben. Ahmann konnte sich erneut auszeichnen, als er im Eins-gegen-eins glänzend gegen Fábio Silva parierte (86.).
Fazit: Borussia Dortmund zieht souverän in die zweite Runde des DFB-Pokals ein und schlägt den Fünftligisten HEBC mit 5:0. Vor der imposanten Kulisse von mehr als 45.000 Zuschauern im Volksparkstadion leistete der Hamburger Oberligist lange Zeit erbitterten Widerstand, ehe der Favorit nach gut 30 Minuten das erste Mal zuschlug und das Spiel erwartungsgemäß dominierte.
BVB: Meyer – Anton (66. Reggiani), Mane, Svensson (58. Kaua Prates) – Ryerson (46. Beier), Nmecha (46. Chukwuemeka), Veerman, Albert – Inácio (77. Karetsas), Sabitzer – Fábio Silva
HEBC: Schoon (46. Ahmann) – Eggers, Wrede, Stegemann – Grünewald, Oldag (55. Aug), Nawaz, von Zitzewitz, Schick (55. Magens), Lemke (67. Wilhelm) – Köhler (67. Demirovic)
Tore: 0:1 Wrede (33., Eigentor), 0:2 Svensson (36.), 0:3, 0:4 Inácio (41., 45.+2), 0:5 Fábio Silva (59.)
Zuschauer: 45.917
