Ex-BVB-Coach Sahin in Basaksehir vor dem Rauswurf? Klub-Boss reagiert

Als gelungen lässt sich der Saisonstart von Basaksehir nicht bezeichnen. Die Kritik trifft vor allem den in Dortmund bestens bekannten Chef-Coach Nuri Sahin (38). Nun äußerte sich Vereinspräsident Göksel Gümüsdag (53) zur Zukunft des Ex-BVB-Spielers bzw. -Trainers.

In der vergangenen Saison führte Sahin den Istanbuler Klub in der Süper Lig auf Rang fünf. Der Platz berechtigte Basaksehir zur Teilnahme an der Qualifikation zur Conference League.

Doch der sportliche Erfolg weckte Begehrlichkeiten. Wichtige Spieler verließen den Klub, etwa die Leihgaben Amine Harit (29/zurück zu Olympique Marseille) und Kazimcan Karatas (23/zurück zu Galatasaray). Mittelfeldstratege Miguel Crespo (30) verabschiedete sich nach Saudi-Arabien zu Al-Khaleej.

Doch Sahin erhielt auch neue Spieler, die die Verluste ausgleichen sollten. Der usbekische Nationalstürmer und WM-Teilnehmer Eldor Shomurodov (31) wurde nach seiner Leihe von AS Rom fest verpflichtet. Aus Deutschland kamen Linksverteidiger Michal Karbownik (25/Hertha BSC) sowie Rechtsaußen Andreas Skov Olsen (26/VfL Wolfsburg).

Doch der neu zusammengestellte Kader harmoniert noch nicht. In der Quali zur Conference League schied Basaksehir gegen Inter Turku aus Finnland ohne Sieg mit 1:1 und 0:2 aus. Zwar gelang zum Auftakt der Süper Lig ein 2:0-Erfolg gegen Kocaelispor, doch aus den folgenden vier Partien holte IBFK lediglich einen Zähler. Am vergangenen Sonntag (13. September) kassierte Sahins Elf eine fürchterliche 0:5-Klatsche bei Aufsteiger Amed SK. Lediglich Shomurodov weiß mit vier Ligatoren zu überzeugen. Davie Selke (31) ging dagegen bislang leer aus.

„Einige negative Ergebnisse“

Der frühere Dortmunder sieht sich aufgrund des Negativtrends heftiger Kritik ausgesetzt. Doch Klub-Boss Gümüsdag stärkt ihm den Rücken. Im Gespräch mit TRT Spor warb er um Geduld: „Wir haben Schwankungen erlebt, wie sie bei jeder Mannschaft vorkommen können.“ Die Führungsebene des Klubs stehe felsenfest hinter dem Coach, berichtet Gazetefutbol: „Sportlich gab es einige negative Ergebnisse, aber auf administrativer und technischer Ebene gibt es kein Problem.“

Nuri Sahin
Foto: IMAGO

Für Gümüsdag ist Sahin weit mehr als nur ein Angestellter, er bezeichnete ihn als „Bruder und ein Weggefährte, mit dem wir noch lange gemeinsam weitergehen werden“. Das klare Ziel bleibe trotz allem das internationale Geschäft. Der 38 Jahre alte Fußballlehrer habe den Klub schon einmal nach Europa gebracht. Gümüsdag hat „keinerlei Zweifel daran, dass er uns erneut dorthin führen wird“. Das klare Versprechen des Vereinspräsidenten an die Fans: „Wir sind eine qualitativ starke Mannschaft und werden diese Qualität wieder auf dem Platz zeigen.“

Am Samstag (19. September, 19 Uhr) trifft Basaksehir in der Süper Lig auf Tabellennachbar Genclerbirligi Ankara.

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