In Berlin-Köpenick fiel allen Unionern eine riesiger Felsbrocken vom Herzen. Am 5. Spieltag der neuen Bundesliga-Saison feierten die Eisernen endlich ihren ersten Sieg. Der fiel mit 1:0 gegen Aufsteiger Elversberg zwar knapp aus, aber egal, der erste „Dreier“ war unter Dach und Fach.
Nun heißt der Gegner Borussia Dortmund – und ist, bei allem Respekt, doch ein anderes Kaliber als die Neulinge aus dem Saarland. Am Samstag (17. Oktober) zur traditionsreichen Anstoßzeit um 15:30 Uhr treten die Schwarz-Gelben an der Alten Försterei an. Im Gepäck eine Reise jenseits des Polarkreises sowie eine 0:1-Niederlage beim norwegischen Sensationsteam FK Bodö/Glimt.
Union-Trainer Mauro Lustrinelli (50) dürfte den gestrigen Abend vor dem TV-Gerät verbracht haben. Sich einen letzten Eindruck vom nächsten Kontrahenten verschaffen. „Wir spielen gegen einen Gegner, der auf dem zweiten Tabellenplatz steht. Alle wissen, wie stark sie sind“, hebt der Schweizer am Donnerstag auf der Pressekonferenz vor dem BVB-Spiel warnend den Zeigefinger. „Unabhängig davon, was sie im letzten Spiel gemacht haben.“
Lustrinelli erinnert an Union-Siege
Laut Sport1 richtet Lustrinelli den Fokus zuerst auf sein eigenes Team, „Für mich ist wichtig, dass wir Kontinuität in unserem Spiel auf den Platz bringen, dass wir noch einen kleinen Schritt nach vorne machen können“, möchte er den kleinen Aufwärtstrend in der Liga fortsetzen. „Wir wollen unsere Leistung kontrollieren, dann hoffen wir, dass Borussia nicht so ein gutes Spiel macht. Wichtig ist, dass wir eine Top-Leistung zeigen. Und dann haben wir die Möglichkeit, das Spiel zu gewinnen.“

Das bislang letzte Spiel an der Alten Försterei endete für die Gastgeber höchst unerfreulich. Emre Can (32) per Foulelfmeter sowie Nico Schlotterbeck (26) und Maximilian Beier (23) schossen einen deutlichen 3:0-Erfolg des BVB heraus.
Doch nicht alle Duelle endeten für die Schwarz-Gelben mit einem glücklichen Ende. Das ist auch Lustrinelli zu Ohren gekommen. Der 50-Jährige erinnert augenzwinkernd daran, es sei schließlich schon geglückt, „dass Union Borussia in der Alten Försterei geschlagen hat.“ Ein Blick in die Statistik gibt ihm recht: Seit dem Bundesliga-Aufstieg der Berliner im Jahr 2019 konnten sie von sieben Heimspielen gegen die Westfalen immerhin vier Partien für sich entscheiden (2019, 2020, 2022 und 2024).
