Mit dem FC Kopenhagen feierte Diant Ramaj seine größten Erfolge. 2025 gewann er in Dänemark Meisterschaft und Pokal. Bei Borussia Dortmund kam der 25 Jahre alte Torhüter jedoch an Stammkeeper Gregor Kobel (28) nicht vorbei. Erneut zog es ihn im vergangenen Sommer zum Hauptstadtklub.
Bis zum Ende der laufenden Saison hat der BVB Ramaj an den FC Kopenhagen verliehen. Dort avancierte Ramaj, nachdem er seinen Trainingsrückstand aufgeholt hatte, zur Nummer eins. In allen Pflichtspielen stand er bislang von An- bis Abpfiff auf dem Platz.
Doch nicht immer läuft es, so wie erhofft. Am Donnerstagabend (5. November) empfingen die „Löwen“ in der Conference League den krassen Außenseiter FC Iberia 1999 aus Georgien. Zunächst nahm die Partie den erwarteten Verlauf. Mohamed Elyounoussi (32) brachte seine Farben nach 19 Minuten per Elfmeter mit 1:0 in Führung. Nur drei Minuten später sorgte ein Eigentor von Vahid Selimovic (29) für das 2:0.
Nach einer halben Stunde lag der Ball allerdings im Tor der Dänen. Amiran Dzagania (25) hatte auf 1:2 verkürzt. Ramaj sah bei dem Anschlusstreffer gar nicht gut aus. Bei einer Rückgabe von Asger Sörensen (30) auf seinen Torhüter zögerte er mit dem Herauslaufen. Der Deutsch-Kosovare konnte den Ball daher nur noch mit der Handfläche nach vorne klatschen. Dort lauerte Iberias Top-Scorer Dzagania und schob das Leder ins leere Tor.
Wiedergutmachung beim Derby?
In der zweiten Halbzeit wäre die BVB-Leihgabe beinahe zum Buhmann geworden. Ramaj hatte allerdings Glück, dass der VAR den vermeintlichen Ausgleichstreffer zum 2:2 annullierte, da der Torhüter den Ball offenbar unter Kontrolle hatte. Dennoch dürfte es Chef-Trainer Bo Svensson (47) Sorge bereiten, dass sein Mann zwischen den Pfosten alles andere als seinen besten Tag erwischte. Zum Glück für den 25-Jährigen blieb es aber beim 2:1. Als Tabellensiebter liegen die Dänen damit auf direktem Kurs Richtung Achtelfinale.
„Diant hat kein gutes Spiel gemacht“, urteilte Svensson laut bold.dk anschließend. Doch der Keeper werde „auch der Erste sein, der es zugibt.“ Der Fußballlehrer richtete eine eindeutige Forderung an Ramaj: „Ich erwarte mehr von ihm.“

Svensson weiter: „Ob er das erste Gegentor hätte verhindern können? Schwer zu sagen. Fest steht aber: Solche Unsicherheiten ist man von ihm gar nicht gewohnt. Normalerweise liefert er Woche für Woche absolute Top-Leistungen ab.“
Viel Zeit, um seine Fehler aufzuarbeiten, bleibt Ramaj allerdings nicht. Bereits am Sonntagmittag (8. November, 12 Uhr) steht für den FC Kopenhagen das prestigeträchtige Derby im Parken-Stadion gegen Bröndby IF auf dem Programm.
