Mit seinem Tor zum 1:0 trug Serhou Guirassy nicht nur entscheidend zum 1:0-Sieg des BVB beim 1. FC Köln bei. Er setzte sich damit auch an die Spitze der Bundesliga in Bezug auf einen einzelnen Aspekt, der nicht allzu oft im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht.
Lange hatte man im Herbst und auch im neuen Jahr bei Serhou Guirassy noch gerätselt, warum ihn sein Torinstinkt verlassen hatte. Seine Flaute bei Toren und Assists war zudem begleitet von unglücklichen Defensivaktionen und einer schlechten Passquote. Wo hatte der Guineer nur seine Form gelassen?
Zum Glück für den BVB fand er sie in den letzten Wochen wieder, trifft nun wieder so regelmäßig, wie man es zuvor von ihm im Trikot von Borussia Dortmund kannte. Schließlich war er im Vorjahr Torschützenkönig der Champions League geworden, hatte 21 mal in der Bundesliga für den BVB getroffen. Und im Jahr davor 28 mal für den VfB Stuttgart, weshalb er ja überhaupt erst nach Dortmund geholt worden war.
Zwischen dem 31. Oktober 2025 und dem 1. Februar 2026 waren ihm lediglich zwei Tore in der Champions League und ein einziger Treffer in der Bundesliga gelungen.

Formkrise von BVB-Stürmer Guirassy längst passé
Seit er beim 3:2 über den 1. FC Heidenheim aber gleich wieder im Doppelpack traf, ist der viel zitierte Knoten geplatzt. In den sechs Bundesligaspielen seitdem traf Serhou Guirassy sechsmal, was er zusätzlich mit einem Assist garnierte. Insgesamt kommt er damit auf 12 Tore in dieser Saison, was zwar Rang 4 in der Torjägerliste bedeutet. Ein echter Spitzenwert ist dies aber nicht.
Diesen erreicht Serhou Guirassy hingegen in einer anderen Disziplin. Sein 1:0 beim 1. FC Köln war schon das sechste 1:0 für seine Borussia, das ihm in dieser Saison gelang. Kein anderer Spieler erzielte so häufig das erste Tor einer Partie, nicht einmal der bei 30 Toren stehende Harry Kane.

