Nach dem gescheiterten Winter-Transfer nimmt der HSV den nächsten Anlauf bei BVB-Talent Almugera Kabar. In Dortmund sind die Perspektiven für den Linksverteidiger weiterhin begrenzt.
Bei Borussia Dortmund könnte sich im Sommer ein weiterer Abgang anbahnen: Almugera Kabar steht weiterhin auf der Wunschliste des Hamburger SV. Wie die Hamburger Morgenpost berichtet, planen beide Vereine nach dem gescheiterten Winter-Transfer einen neuen Austausch über einen möglichen Wechsel.
Aus Dortmunder Sicht war der Deal bereits nahezu abgeschlossen, ehe er kurzfristig platzte. Grund war ein nicht bestandener Medizincheck – Kabar wäre verletzungsbedingt nicht sofort einsatzbereit gewesen. Inzwischen ist der 19-Jährige wieder fit, an seiner sportlichen Situation beim BVB hat sich jedoch wenig geändert.
Unter Trainer Niko Kovac spielt der Linksverteidiger bei den Profis keine Rolle und wartet weiterhin auf seinen ersten Einsatz in dieser Saison. Stattdessen sammelt er Spielpraxis in der zweiten Mannschaft, wo er sich zu einem wichtigen Leistungsträger entwickelt hat. In 14 Einsätzen gelangen ihm sechs Tore und eine Vorlage – bemerkenswerte Werte für einen Defensivspieler. Dennoch ist seine Perspektive im Bundesliga-Kader derzeit überschaubar, obwohl sein Vertrag noch bis 2028 läuft.
Kabar vor BVB-Abschied? HSV startet neuen Anlauf
Ein Wechsel im Sommer erscheint daher durchaus realistisch. In Hamburg beobachtet man die Entwicklung weiterhin genau. „Natürlich bleibt er bei uns im Blickfeld“, erklärte HSV-Sportdirektor Claus Costa zuletzt. Laut Hamburger Morgenpost sollen in den kommenden Gesprächen auch die Kaderplanungen auf der linken Abwehrseite eine Rolle spielen.

Für den BVB könnte ein Transfer eine sinnvolle Lösung darstellen, sollte sich an Kabars Rolle nichts ändern. Gleichzeitig würde der junge Spieler die Chance erhalten, auf höherem Niveau regelmäßig Spielzeit zu sammeln. Beim HSV könnte sich diese Möglichkeit ergeben – insbesondere dann, wenn Stammspieler Miro Muheim den Verein verlässt.
Auch die Ligazugehörigkeit der Hamburger dürfte Einfluss auf die Entscheidung haben. Zum Zeitpunkt der Verhandlungen im Sommer wird voraussichtlich Klarheit darüber herrschen, in welcher Spielklasse der HSV antritt – ein nicht zu unterschätzender Faktor für die Zukunft des Talents. Aus Dortmunder Sicht deutet vieles darauf hin, dass sich die Wege im Sommer trennen könnten – vorausgesetzt, der zweite Anlauf des HSV wird konkreter als noch im Winter.

