Erst die dritte Niederlage in dieser Saison kassierte Borussia Dortmund jüngst gegen Bayer Leverkusen. Beim Gastspiel in Hoffenheim (18. April, 15:30 Uhr) kann der BVB zeigen, ob er die 0:1-Schlappe gegen die Werkself verdaut hat.
Das Duell mit Bayer verdeutlichte die Lücke, die das Fehlen von Felix Nmecha im Mittelfeld reißt. So schnell dürfte der 26-Jährige nach seinem Außenbandriss im Knie allerdings nicht zurückkehren. Chef-Trainer Niko Kovac (54) dämpft auf der Pressekonferenz am Freitag die Erwartungen.
„Wir müssen aufpassen, dass wir nicht zu früh einsteigen“, erklärt der Fußballlehrer und ergänzt: „Eine Bandverletzung ist nicht ganz einfach.“ Doch Kovac hofft, dass Nmecha „in der Saison noch für uns spielen wird“.
Neben Nmecha stehen dem BVB-Coach gegen Hoffenheim auch Emre Can (32) und Karim Adeyemi (24) nicht zur Verfügung. Letzterer plagt sich mit muskulären Problemen. „Wir lassen ihn zu Hause“, kündigt Kovac an. Eine Option ist Yan Couto, der gegen Leverkusen ebenfalls aufgrund muskulärer Beschwerden passen musste. Ob der 23 Jahre alte Portugiese über die Saison hinaus, ein Schwarz-Gelber bleibt, ist jedoch fraglich.
Agreement mit der Mannschaft
Gegner Hoffenheim schwächelte zuletzt. Die Kraichgauer gewannen von den jüngsten sieben Bundesligapartien lediglich eine. Dennoch hebt Kovac warnend den Zeigefinger: „Hoffenheim spielt bis heute eine klasse Saison.“ Die Kraichgauer zeigten einen „sehr intensiven Fußball“, lobt der 54-Jährige, seien zudem „die laufstärkste Mannschaft der Liga“. Zwar seien „die letzten Ergebnisse nicht so positiv“ ausgefallen, „aber sie haben um die Champions League gespielt und waren lange oben dabei“.
Bei noch fünf ausstehenden Runden ist Borussia Dortmund die Teilnahme an der Champions League kaum noch zu nehmen. Doch Kovac möchte so schnell wie möglich, jeden Zweifel beseitigen. Die Qualifikation für die Königsklasse will er „so schnell wie möglich klarmachen“.

Um das Ziel zu erreichen, hat er ein „Agreement“ mit der Mannschaft geschlossen. „Wir haben einmal die Woche frei, mit Siegen können sie sich noch einen zweiten freien Tag erspielen. Das haben die Jungs gegen den HSV und Stuttgart gut gemacht“, erzählt der gebürtige Berliner. Mit einem Erfolg in Hoffenheim habe sein Team die Möglichkeit, „sich wieder einen freien Tag“ zu erspielen.
Die Pfiffe gegen Nico Schlotterbeck (26) am vergangenen Wochenende habe er „gar nicht wahrgenommen“, behauptet Kovac. Zwar habe er „im Spiel was gehört“, es aber nicht mir dem Dortmunder Abwehr-Chef in Zusammenhang gebracht. Schlotterbeck habe „dasselbe Gefühl“ gehabt. „Von daher alles gut“, so Kovac.
